Zertifizierte Agentur

Das große Fressen geht weiter: CBS kauft Last.fm

30. Mai 2007 in Allgemein | keine Kommentare

Wie BBC-online berichtet, wurde heute die außerordentlich innovative Musik-Community last.fm vom US-Medienunternehmen CBS erworben.
Kaufpreis: 280 Millionen USD.

Bedenkt man, dass last.fm vor bereits vor 5 Jahren auf der britischen Insel gegründet wurde und heute bereits mehr als 15 Millionen aktive Nutzer beherbergt, dann möchte man doch fast schon meinen, das hier abermals ein Major-Player zum Schnäppchenpreis Einkaufen gegangen ist.

Ein Teil des Deals läuft darauf hinaus, dass das Management-Team von last.fm weiterhin die Fäden in der Hand behalten soll um dadurch zu gewährleisten, dass die Website Ihre eigene Identität bewahrt.

Als größte Radiogruppe der Vereinigten Staaten, die 179 Radiostationen in sämtlichen Musiksegementen betreibt, ergeben sich für CBS und last.fm nun gleichermaßen Synergie-Effekte der ganz besonderen Art, wie zunächst Martin Stiksel, Gründer von last.fm hervorhebt:

  • “This move will really support us to get every track ever recorded and every music video ever made onto Last.fm”
  • “With a strong partner like CBS, this is now within our reach”

Für die andere Seite spricht Leslie Moonves, CEO von CBS:

  • “Last.fm is one of the fastest growing online communities out there”
  • “Their demographics also play perfectly to CBS’s goal to attract younger viewers and listeners across our businesses”

Da scheinen ja mal wieder alle gleichermaßen zufrieden zu sein:
last.fm kann nun mit einem finanzstarken Partner im Rücken alle Features in die Plattform einbauen, die sich die Gründer schon immer gewünscht haben und CBS erschließt sich eine junge Zielgruppe, die es dem Medienunternehmen ermöglichen wird sich von einer “content company” zu einer “audience company” zu wandeln. Angesichts der sich rasant wandelenden Kultur der Medienrezeption scheint es also mittlerweile ein logischer Schritt für große Medienunternehmen zu sein, erfolgreiche Communities samt “user generated content” zu übernehmen und ihr Angebot zu integrieren.

Die Web 2.0-Pioniere freut’s 🙂

P.S. weitere Infos zum Thema gibt’s hierhier, hier und natürlich bei TechCrunch

 
 

Kommentar schreiben

Kommentar