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Beiträge zum Tag »bing«

Über den Tellerand: DuckDuckGo und YaCy

9. Januar 2012 in Allgemein | Kommentieren

Schaut man sich in einigen Nischenbereichen um, wird häufig aus diversen Gründen Ersatz für Google bzw. den etablierten Suchmaschinen gesucht. Im Bereich der freien und offenen Software wurde zuletzt häufiger DuckDuckGo ins Gespräch gebracht, dessen vorläufiger Höhepunkt das Abkommen mit der Linux Distribution Mint als Standard-Suchmaschine ist. Größter genannter Vorteil: DuckDuckGo führt keine Besucheranalyse durch, oder neudeutsch: es trackt seine Besucher nicht.

Meta-Suchmaschine DuckDuckGo

DuckDuckGoDabei ist DuckDuckGo nur in gewissen Teilen tatsächliche Open Source, der Ranking Algorithmus gehört offenbar nicht dazu. Lediglich die Bedeutung externer Links wird betont.

Das Grund-Problem von DuckDuckGo hingegen ist, dass zwar selbst in geringem Umfang gecrawlt wird, der Index jedoch in erster Linie von anderen Suchmaschinen bezogen wird und das sich daran auch nichts wesentliches ändern wird. Crawling im ernsthaften Stil betreiben lediglich Google und Bing im weltweiten Ansatz. Spezifische Märkte decken Blekko (USA), Yandex (Russland) und Baidu (China) ab. Die allermeisten der “Suchmaschinen” im Umlauf stützen sich auf derer Index und Technologie (z.B.: T-Online und web.de nutzen Google). DuckDuckGo gibt an, über 50 Quellen zu nutzen, unter anderem Blekko, WolframAlpha und Bing.

Der Vorteil liegt darin, dass eine größtmöglich Anzahl von Seiten gefunden und ausgegeben werden kann. Dies ist jedoch nur ein quantitativer Vorteil, die Qualität profitiert davon nicht notwendigerweise. Eher rutschen weitere Seiten in das Blickfeld, die von besseren Algorithmen bereits aussortiert worden sind. Somit ist die Achillesferse von DuckDuckGo die Abhängigkeit von Microsoft Bing. Aus einer anderen Perspektive ist dies auch die Achillesferse unserer Informationsinfrastruktur: der Fundus des Webs ist bei zwei US-amerikanischen Unternehmen vorgehalten, eben Google und Bing. Gerade hinsichtlich des potentiellen SOPA-Gesetzes ist dies anfällig für Kontrolle und Zensur. Pikant zudem: Ausgerechnet offene und freie Software scheint durch Bing bei DuckDuckGo benachteiligt zu werden.

Verteilte Suchmaschine YaCy

YaCyyEinen interessanteren Ansatz bietet hingegen YaCy, die vor kurzem Version 1.0 ihrer Suchsoftware veröffentlicht haben. YaCy ist eine dezentrale, also verteilte, freie Suchsoftware, die hauptsächlich von große Websites und Organisationen verwendet wird. Prinzipiell kann damit auch eine Websuche betrieben werden. Gegenüber monolithischen Lösungen wie eben Google oder Bing hat dies Nachteile in der Geschwindigkeit, die Qualität hängt hingegen von der Anzahl der verbundenen Knoten ab. Ein Knoten indiziert nach individueller Einstellung Webseiten, baut so seinen eigenen Index auf. Alle Knoten verbunden, können somit einen gewaltigen Index ergeben.

Dennoch birgt der Ansatz ein Henne-Ei-Problem: um mehr Nutzer zu finden und zu halten, braucht es gute Ergebnisse, diese aber hängen von den Partizipierenden ab. Der Grundidee des Internets und einem schwieriger zu kontrollierenden Netz kommt diese Methode dafür sehr entgegen. YaCy wird auch von der Free Software Foundation Europe (FSFE), einer NGO die sich der Verbreitungen freier Software und Standards in Europa verpflichtet, empfohlen.

Fazit

DuckDuckGo kann unter Einschränkungen als eine Alternative zu den bisher bestehenden  Meta-Suchmaschinen wie ixquick gesehen werden. Die Einschränkungen stellen die durch Bing geprägte Qualität der Suchergebnisse und der offenkundingen Benachteligung konkurrierender, freier Softwareprodukte in den Suchergebnissen dar. Der einzige Vorteil den DuckDuckGo bietet, ist der des Nicht-Trackings. Dies kann aber auch über andere Wege gelöst werden. Bessere Ergebnisse bietet DuckDuckGo nicht.

YaCy hingegen bringt einen anderen Ansatz mit sich, stellt aber bestenfalls eine Ergänzung dar. Wer sich mit der Materie beschäftigen möchte oder auch selber eine Website führt, sollte durchaus in Erwägung ziehen einen eigenen YaCy-Knoten aufzuziehen. Die Software benötigt im Prinzip nur Java und läuft auf allen Plattformen.

 

Dieser Artikel basiert auf dem in englischer Sprache erschienenen Blogpost Dissecting the Duck – DuckDuckGo and web search in general.

 

Bing – Erweiterte Suchoperatoren

26. August 2011 in Allgemein, SEO | Kommentieren

Der Suchmaschinenmarkt in Deutschland wird vornehmlich von Google beherrscht, doch auch die Suchmaschine Bing ist immer wieder einen Blick wert. Bedenkt man das Yahoo bald die gleiche Suchtechnologie wie Bing verwendet, wird unser Blick sicherlich häufiger auf Bing fallen. Daher widmen wir uns in diesem Beitrag den Suchoperatoren.

Suchoperatoren bieten die Möglichkeit eine Suchanfrage deutlich zu verfeinern und können beim Einstieg in die Linkanalyse sehr hilfreich sein. Gerade im Hinblick der engen Verknüpfung von Bing mit Yahoo, sind Suchoperatoren für die Suchmaschineoptimierung von besonderem Interesse. Besonders spannend finden wir, dass die Operatoren, sowohl bei Bing, als auch bei Yahoo funktionieren, allerdings unterschiedliche Ergebnisse liefern! (weiterlesen …)

 

Kleiner Abgesang auf Yahoo!

5. August 2011 in Allgemein | Kommentieren

Anfang 2010 hatten Yahoo! und Microsofts Suchmaschine Bing den Zusammenschluss der Search Alliance verkündet. Ein Aspekt darunter beinhaltet die Verwendung von Bings Suchtechnologie bei beiden Suchmaschinen. Während in Amerika und Teilen Ozeaniens bereits Yahoo! seit längerer Zeit auf den Suchindex von Bing zurückgegriffen hat, blieb Europa von dieser Änderung ausgeklammert.

Jedenfalls bis zum 03.08.2011, denn seitdem greift Yahoo! in zahlreichen europäischen Ländern ebenfalls auf Bings Index zurück. Im Einzelnen betrifft es Deutschland, das Vereinigte Königreich und Irland, Frankreich, Italien und Spanien.

Das Ende eines anderen, zentralen Bestandteil von Yahoo! wurde erst kürzlich verkündet. Wie berichtet wird der Yahoo! Site Explorer zu Mitte September eingestellt, so dass lediglich die Bing Webmaster Tools für beide Suchmaschinen von Relevanz sein werden.

Gemäß webhits.de beläuft sich der Markanteil von Yahoo! und Bing in Deutschland aktuell bei etwa 6% (Stand: 05.08.2011).

Suchmaschinenmarkt Deutschland im August 2011

 

Yahoo! Site Explorer wird eingestellt

11. Juli 2011 in Allgemein, SEO | Kommentieren

Für jeden, der sich mit dem Thema Backlinks beschäftigt, waren die Zahlen von Yahoo! eine feste Konstante, da diese relativ wenigen Veränderungen unterworfen waren. Denn anders als bspw. bei Google wurde in die Ausgabepolitik nie massiv eingegriffen.

Noch im August 2010 hatte Yahoo! im Blog angekündigt, dass der Site Explorer um weitere Features erweitert werden sollte. Nun aber ist man zur Erkenntnis gekommen, dass zwei Webmaster-Portale zu einer Datenquelle wohl keinen Sinn mehr machen.

Yahoo! empfiehlt weiterhin:

  • Nutzen Sie alternativ das Bing Webmaster Center.
  • Sitemaps weiterhin in den Site Explorer einpflegen, da Bing noch nicht weltweit vertreten ist.
  • Nicht den Yahoo!-Crawler sperren, da dieser auch weiterhin zusätzliche Daten an Microsoft liefern wird.

Konsequenterweise wird auch die API zum 15.09.2011 eingestellt werden. Ein endgültiger Schlusstermin für den Yahoo! Site Explorer steht dagegen noch nicht fest.

 

Bing Webmaster Center – auf Googles Spuren

17. August 2009 in Allgemein | Kommentieren

Bing Webmaster CenterWer sich professionell oder auch nur interessehalber mit den Backlinkzahlen seiner Domain auseinandersetzt, wird in der Vergangenheit vermutlich schon oft die teils enormen Diskrepanzen zwischen den Zahlen von Google, Yahoo und MSN bemerkt haben.
Dass Google und MSN seine Zahlen nur in Bruchteilen bis gar nicht herausgibt, ist kein Geheimnis. Die Authentifizierung in den GoogleWebmaster-Tools ist eine Voraussetzung für zuverlässigere Zahlen.
Mit der Umbenennung von “MSN” zu “Bing”, folgt nun aber auch hier eine eigene Lösung: das Bing Webmaster Center.

Um die Vorteile des bing Webmaster Centers nutzen zu können, benötigt man lediglich ein Windows Live-Konto, sowie eine kleine XML-Datei bzw. einen speziellen Meta-Tag. Schon stehen die “vertraulichen” Daten der Suchmaschine zur Verfügung. Leider liefert Bing nur einen Backlink-Export der ersten 1.000 Seiten.  Schade, da 1.000 Backlinks doch ein recht überschaubarer Pool an Daten ist.

Auch bei den Indexzahlen scheint Bing nachgebessert zu haben. MSN kennzeichnete bislang immer eine gewissen Trägheit im Index – alte Seiten blieben auch lange nach der Löschung noch im Index. Nun gleichen sich diese mit genaueren Zahlen mehr und mehr dem Marktführer an.

Vergleich Bing Google

Auch wenn derzeit das Bing Webmaster Center noch weniger Daten zur Verfügung stellt als sein Google-Äquivalent, sollte man diese weitere Quelle für nützliche Informationen zu Crawling-, Index und Backlink-Daten nicht ungenutzt lassen. Denn auch Bing hat Alleinstellungsmerkmale, so bietet das Webmaster Center beispielsweise die Möglichkeit, sich alle Outbound-Links anzeigen zu lassen, die auf Seiten verweisen, welche als “Malware” eingestuft sind. Ein schneller Weg, um eine sogenannte “Bad Neighborhood” zu vermeiden.

webmaster-central

Da Yahoo künftig auf die Suchengine von MSN setzt, werden wahrscheinlich auch dort bald Zahlen im Einklang mit BINGs Webmaster Center zu finden sein.

Bei den öffentlichen Backlink-Ausgaben über den Yahoo-Siteexplorer wird es zudem spannend, ob dieser Service zukünftig weiter aufrecht erhalten wird. Eine mögliche Einstellung des Services durch die Übernahme von Bing würde vermutlich auch den Wegfall diverser Backlink-Tools von Drittanbietern zur Folge haben, die oftmals auf der Yahoo-Datenbasis aufsetzen.

 

Microhoo – Microsoft übernimmt die Yahoo Suche

3. August 2009 in Online Marketing | Kommentieren

Nun ist es Offiziell: Microsoft übernimmt die Suchsparte von Yahoo

Kurz nach der Einführung seiner neuen Suchmaschine Bing (vorher Microsoft Live Search), macht der amerikanische Softwarekonzern Microsoft erneut im Suchmaschinenbusiness auf sich aufmerksam. Microsoft und Yahoo werden für die nächsten 10 Jahre in der Suchsparte eng zusammenarbeiten. Das bedeutet konkret: Yahoo! wird Microsoft seine Suchmaschinentechnologie überlassen und zukünftig die Suchergebnisse von Bing auf den eigenen Seiten nutzen.

Als Gegenzug für diese Freigabe übernimmt Yahoo! einen Großteil der Werbevermarktung innerhalb des Suchmaschinenzusammenschlusses. Dabei kommt dieser Deal nicht ganz so überraschend. Bereits seit über drei Jahren buhlt der Softwarekonzern um Bill Gates um den Suchmaschinenkonkurrenten. Ursprünglich hatte man vor, das Unternehmen für eine Summe von über 44 Milliarden Dollar ganz zu übernehmen, doch die Kalifornier blockten immer wieder ab. Jetzt hat man sich auf den Zusammenschluss der Suchmaschinentechnologien geeinigt. Aus Yahoo! Search wird damit Bing.

microhoo

Doch was bedeutet das für den Suchmaschinen-Anwender? Diese Frage lässt sich bislang noch nicht genauer klären. Fest steht nur, dass Microsoft einen weiteren Schritt getan hat, um dem bisher klar als Monopolist geltenden Suchgiganten Google ein Stückchen näher zu kommen. Normalerweise belebt Konkurrenz das Geschäft, doch in diesem Fall wird aus zwei Mitbewerbern nur noch einer.

Fraglich ist auch, was das für Yahoo! bedeutet. Mit der Suchmaschinentechnologie fällt der Großteil des Konzerns an einen Mitbewerber. Viele Medien sprechen dahingehend schon von einer Kapitulation Yahoos, das den harten Kampf um den Suchmaschinen-Markt damit aufgegeben hat. Kann Yahoo ohne eigene Suchmaschine weiterhin überleben oder ist der erste Schritt zur vollständigen Übernahme durch Microsoft hiermit getan? Und aus Marketing-Sicht: Wie wird sich das nun entstandene Konglomerat zukünftig präsentieren?

Es bleibt spannend für die Internetnutzer.

 

Bing vs. Google (1) – Usability, Design und Funktionalität

19. Juni 2009 in Allgemein, Google, SEO | Kommentieren

Am 3. Juni ging die neue Microsoft-Suchmaschine „bing“ an den Start und sorgte in den ersten Wochen nicht nur für reichlich Furore, sondern direkt auch für eine nicht unerhebliche Steigerung des US-Marktanteils von Microsoft auf 12,1 Prozent (12. Juni). Die Suchmaschine ist nach wie vor lediglich in der Beta-Version verfügbar, bietet derzeit aber bereits alle grundlegenden Funktionen, die der Google-verwöhnte Benutzer von einer Suchmaschine erwartet. Zeit für eine Zwischenbilanz!

Bing adaptierte das typische, minimalistische Google-Interface: ein unübersehbarer Suchschlitz, als Radio-Buttons repräsentierte Filter, die Links zur Spezialsuche als dezente horizontale Linkleiste oben links – perfekt zugeschnitten auf all diejenigen, die Googles Übersichtlichkeit und Usability gewohnt sind. Auch die Links zu „gesponserten Seiten“ werden wie die Google Adwords am rechten Rand sowie über den Ergebnissen der natürlichen Suche angezeigt. Hinzugefügt wurde eine Spalte auf der linken Seite, die verwandte Suchvorgänge aufzeigt. Bei Google findet sich diese oft praktische Funktion am Seitenende – bei bing entfällt daher das Scrollen, um per Klick die gestellte Suchanfrage zu verfeinern.
Ein weiterer, bestechender Unterschied zu Google stellt das täglich wechselnde Design in Form von hinterlegten Fotos dar, was die netten Google-Doodles in Sachen optische Ansprache um Längen schlägt.

In der Fehlertoleranz steht Bing dem Vorbild Google nach erstem Anschein auch in nichts nach: Tippfehler werden durch Nutzung eines internen Lexikons souverän erkannt, daraufhin werden die Suchergebnisse für den korrekten Suchbegriff (selbstverständlich nach Relevanz sortiert) angeboten:

bing Screenshot

Die Unterschiede zwischen Bing und Google stecken im Detail – u.a. in den Spezialsuchen, wie der Bilder- und Videosuche. Hier glänzt Bing mit ausgefeilter Technik und pfiffigen Filtermöglichkeiten: Vor allem das elegante Nachladen durch AJAX bei Bildern und das Anspielen von Videos per Mouseover wirken bestechend frisch.

Momentan tut sich fast jeden Tag etwas Neues bei bing. Microsoft gibt sich anscheinend alle Mühe, das beta-Stadium hinter sich zu lassen. Noch sind Funktionen wie Maps oder xRank (das Nachverfolgen der Beliebtheit von Personen-Suchabfragen) auf Grund fehlender Daten für den Benutzer zwar nicht zu gebrauchen, aber auch diese Funktionen wird Microsoft wohl in naher Zukunft ähnlich den Google-Funktionen ausbauen und dementsprechend anpassen. Mit geeigneten Partnern wie ciao! in der Produktsuche wird man bestimmt schnell einig werden.

Fazit: bing kann sich derzeit in Sachen Usability, Design und Funktionalität durchaus mit Google messen. Vor allem das ansprechende Design und die teilweise AJAX-basierte Umsetzung sind eine willkommene Abwechslung im Google-Alltag. Bleibt abzuwarten ob und wie Google kurzfristig auf die gelungene Konkurrenz reagiert, und ob sich bing weiter entwickeln und durchsetzen kann.

Demnächst erscheint an dieser Stelle ein Vergleich der Suchergebnisse von Google und bing – wer nicht so lange warten möchte, bilde sich sein eigenes Urteil auf hello-engines.de bzw. blindsearch.fejus.com.

 
 

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