Für jeden, der sich mit dem Thema Backlinks beschäftigt, waren die Zahlen von Yahoo! eine feste Konstante, da diese relativ wenigen Veränderungen unterworfen waren. Denn anders als bspw. bei Google wurde in die Ausgabepolitik nie massiv eingegriffen.
Noch im August 2010 hatte Yahoo! im Blog angekündigt, dass der Site Explorer um weitere Features erweitert werden sollte. Nun aber ist man zur Erkenntnis gekommen, dass zwei Webmaster-Portale zu einer Datenquelle wohl keinen Sinn mehr machen.
Yahoo! empfiehlt weiterhin:
Konsequenterweise wird auch die API zum 15.09.2011 eingestellt werden. Ein endgültiger Schlusstermin für den Yahoo! Site Explorer steht dagegen noch nicht fest.
Wer sich professionell oder auch nur interessehalber mit den Backlinkzahlen seiner Domain auseinandersetzt, wird in der Vergangenheit vermutlich schon oft die teils enormen Diskrepanzen zwischen den Zahlen von Google, Yahoo und MSN bemerkt haben.
Dass Google und MSN seine Zahlen nur in Bruchteilen bis gar nicht herausgibt, ist kein Geheimnis. Die Authentifizierung in den GoogleWebmaster-Tools ist eine Voraussetzung für zuverlässigere Zahlen.
Mit der Umbenennung von “MSN” zu “Bing”, folgt nun aber auch hier eine eigene Lösung: das Bing Webmaster Center.
Um die Vorteile des bing Webmaster Centers nutzen zu können, benötigt man lediglich ein Windows Live-Konto, sowie eine kleine XML-Datei bzw. einen speziellen Meta-Tag. Schon stehen die “vertraulichen” Daten der Suchmaschine zur Verfügung. Leider liefert Bing nur einen Backlink-Export der ersten 1.000 Seiten. Schade, da 1.000 Backlinks doch ein recht überschaubarer Pool an Daten ist.
Auch bei den Indexzahlen scheint Bing nachgebessert zu haben. MSN kennzeichnete bislang immer eine gewissen Trägheit im Index – alte Seiten blieben auch lange nach der Löschung noch im Index. Nun gleichen sich diese mit genaueren Zahlen mehr und mehr dem Marktführer an.

Auch wenn derzeit das Bing Webmaster Center noch weniger Daten zur Verfügung stellt als sein Google-Äquivalent, sollte man diese weitere Quelle für nützliche Informationen zu Crawling-, Index und Backlink-Daten nicht ungenutzt lassen. Denn auch Bing hat Alleinstellungsmerkmale, so bietet das Webmaster Center beispielsweise die Möglichkeit, sich alle Outbound-Links anzeigen zu lassen, die auf Seiten verweisen, welche als “Malware” eingestuft sind. Ein schneller Weg, um eine sogenannte “Bad Neighborhood” zu vermeiden.

Da Yahoo künftig auf die Suchengine von MSN setzt, werden wahrscheinlich auch dort bald Zahlen im Einklang mit BINGs Webmaster Center zu finden sein.
Bei den öffentlichen Backlink-Ausgaben über den Yahoo-Siteexplorer wird es zudem spannend, ob dieser Service zukünftig weiter aufrecht erhalten wird. Eine mögliche Einstellung des Services durch die Übernahme von Bing würde vermutlich auch den Wegfall diverser Backlink-Tools von Drittanbietern zur Folge haben, die oftmals auf der Yahoo-Datenbasis aufsetzen.
Für den Mai scheint Google einige Überraschungen parat zu haben. Neben einigen Neuerungen in der Suche, präsentiert Google für die beliebten Google-Webmaster-Tools eine alternative Benutzeroberfläche.
Das neue GUI bringt zwar ein frischeres Design und strukturiert die bekannten Informationen in drei Oberkategorien, liefert aber ansonsten nicht viel Neues. Lobenswert ist die klarere Benennung der Navigationspunkte, so wird das frühere “externe Links für Ihre Website” nun klar als “Anchortexte” ausgezeichnet.

Um einen schnelleren Überblick zu gewährleisten, zeigt Google auf der Startseite nun nicht nur die “Crawling-Fehler” an, sondern zusätzlich auch die Anzahl der Backlinks, die häufigsten Suchanfragen und den Status der XML-Sitemap.
Eine Neuerung, die mit der neuen Optik einhergeht, ist die Möglichkeit, sich die Nachrichten der Google Webmaster-Tools direkt ins E-Mail-Fach weiterleiten zu lassen. Eine wirklich durchdachte Lösung, da diese in der bisherigen Version leicht zu überlesen waren.

Eine weitere kleine, aber feine Änderungen befindet sich noch innerhalb der Nutzer-Freigaben für die angemeldete Website. So war es bisher nicht möglich, zu sehen, welche Aktionen ggf. von weiteren verifizierten Benutzern in den Google Webmaster Tools vorgenommen wurden. Google hat dies nun geändert, so dass man fortan über Modifikationen an den Einstellungen zur Website informiert wird.
Aktuell wird der Link zu den neuen Webmaster-Tools oberhalb der “Übersicht” eingeblendet. Sollte dies nicht der Fall geht auch einfach über diesen Link.
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