Am 28.04.2010 fand das Google Agency Summit 2010 statt. Google hat in diesem Rahmen die führenden deutschen SEA-Agenturen zu einem interessanten Tag nach Düsseldorf eingeladen, an dem neue Trends und Entwicklungen vorgestellt und unter den anwesenden Agenturvertretern diskutiert wurden. Auch trafficmaxx war hier natürlich mit von der Partie.

Prof. Mario Fischer führt durch die Podiumsdiskussion zum Thema Website-Usabilty und Performance-Marketing.
Google-Größen wie Lino Cattaruzzi (Country Manager DACH) und Thomas de Buhr (Head of Media Solutions) haben den Programmtag eingeleitet und es folgten interessante Podiumsdiskussionen, an denen sich bekannte Köpfe aus der Suchmaschinen- und Online Marketing-Branche beteiligten, wie beispielsweise Thomas Peters, Mario Fischer oder Sebastian Reischl.

Google hat offenbar keine Kosten und Mühen gescheut und sogar die rund 50.000 Sitzplätze der Düsseldorfer Esprit-Arena, in deren Tagungsräumen das Google Agency Summit stattfand, präsentierten sich in den leuchten Google-Farben.
Neben den unterschiedlichen Erkenntnissen und Inspirationen rund um Google AdWords & Co. zeigte sich der Tag für trafficmaxx aber in ganz anderer Hinsicht besonders ergiebig, denn unbemerkt gelang es, den wohl bestgehüteten Schatz unserer Zeit zu entführen: den über 60 Seiten starken Google Algorithmus!

Da ist er: der Google Algorithmus
Die Freude ist aber derzeit noch gedämpft, denn wie sich herausgestellt hat, hat Google sein magisches Ranking-Rezept gut verschlüsselt und auf den ersten Blick erscheint dem Betrachter raffinierterweise nur weiße Schrift auf weißem Grund.

Weiße Schrift auf weißem Grund: so präsentiert sich der Google Algorithmus dem menschlien Auge zunächst - aber an der Entschlüsselung wird bereits fieberhaft gearbeitet.
Die trafficmaxx-Experten sind daher noch mit der Entschlüsselung des Geheimnisses beschäftigt und werden an dieser Stelle wieder berichten, sobald der Algorithmus enthüllt werden konnte.
Der Google Suchalgorithmus gehört wohl neben dem Rezept von Coca-Cola zu den am besten gehüteten Geheimnissen. Er bestimmt das für jeden Seiten-Betreiber so wichtige Ranking. Das einzige nach außen sichtbare Zeichen für die Stellung innerhalb des Internets ist noch immer der PageRank.
Am 20.Mai 2008 veröffentlichte Google bzw. Udi Manber von der Abteilung Google Search Quality den ersten Beitrag einer neuen Reihe bezüglich des Google-Algorithmus. Natürlich wird nicht allzu viel verraten, denn man will in Mountain View den “Spammern” nicht mehr Hinweise geben als nötig. Davon abgesehen, stehen auch MSN und Yahoo in den Startlöchern für immer neue Innovationen.
Neben dem bekanntesten Teil des Algorithmus, dem PageRank, versucht Google diverse Sprach-, Frage- und Zeitmodelle sowie die persönlichen Aspekte des Fragenden zu beachten. Hierbei geht es oftmals um die recht unterschiedlichen Methoden, wie verschiedene Menschen Ihre Anfragen formulieren und was sie in speziell diesem Moment suchen. So kann das Ranking durchaus über Land, Region, Uhr- oder Jahreszeit variieren. Wenn die Suchmaschine dazu noch das Klickverhalten aus früheren Anfragen einrechnen kann, bspw. über die Google-Suchhistorie, dann wäre sogar eine Fallunterscheidung von mehrdeutigen Begriffen gut möglich.
Wie schon oftmals von Google betont, sei es das einzige Ziel, die Nutzererfahrungen zu verbessern. Hierzu wird laut Manber ein nicht zu unterschätzender Aufwand betrieben, was allein im Jahr 2007 zu mehr als 450 Änderungen / Verbesserungen am Algorithmus geführt haben soll.
Wirklich Neues präsentiert das Google Quality Team in Ihrer neuen Beitragsreihe bislang nicht. Die meisten Aspekte des Rankings waren schon bekannt, bzw. wurde aufgrund empirischer Werte ähnlich eingeschätzt. Google scheint hier eher etwas PR-Arbeit leisten zu wollen, um sich vom Image des datenhungrigen Geheimniskrämers zu distanzieren. Interessanter ist dagegen die enorme Innovationsfrequenz, denn gerade diese Zahlen zeigen deutlich, dass Suchmaschinenoptimierung kein einmaliger Prozess sein kann, es geht darum, beständig dem Trend zu folgen und Änderungen kurzfristig umzusetzen. Der erbitterte Kampf von Google gegen den sogenannten Webspam wird weitergehen, so dass sich langfristig nur eine saubere Optimierung durchsetzen kann. Wer glaubt einen so komplexen Algorithmus wie den der Google-Suche austricksen zu können, wird sich früher oder später mit den Konsequenzen auseinandersetzen müssen – und die können, gerade wenn es um umkämpfte und traffic-starke Begriffe geht, sehr bitter sein. Dann mag auch “nur” Position 6 gar nicht so schlecht gewesen sein.
Google jedenfalls verspricht sich auch zukünftig mehr zu öffnen. Warten wir es ab.
[Deutsche Übersetzung: Google Watch Blog]
Nebenbei, hätten Sie gewusst, dass Google fast nirgends so eine wichtige Rolle fürs Suchmaschinen-Marketing spielt wie in Europa?

Quelle: comscore.com | Stand: Januar 2008
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