Wie man einen passenden Domainnamen findet

25. Juli 2016 in SEO | keine Kommentare

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Täglich verwenden wir eine Vielzahl unterschiedlicher URLs. Meist ohne darüber nachzudenken. Google erleichtert uns diesen Prozess, da die korrekte Domain bei einer Stichwortsuche schon vorgeschlagen wird oder wir verwenden einen Bookmark. Denn außer URLs von Social-Media-Plattformen oder großen Online-Shops können wir uns die Namen selten korrekt merken. Das war wohl Anlass für Rand Fishkin diesem Thema einmal einen Whiteboard Friday zu widmen. Denn, ob man eine neue Marke samt Website launcht oder ein gänzlich neues Unternehmen gründen möchte und die Website dazu erstellt werden soll ‒ in jedem Falle muss die dazugehörige Domain entsprechend benannt werden.
Im Whiteboard Friday klärt uns Rand Fishkin auf, wie wir bei der Namensgebung unter SEO-Gesichtspunkten vorgehen sollten. Dazu stellt er 8 Regeln für die Namensgebung der Domain auf, die er im Folgenden erklärt.

Regel Nummer 1: Der Name sollte markenfähig sein

Ein markenfähiger Name ist einer, der sich nicht generisch anhört. Das heißt, dass durch den Namen selbst ein Alleinstellungsmerkmal generiert werden soll, anstatt als einer von vielen eines bestimmten Typus zu erscheinen. Wie immer gibt es zum Durchexerzieren ein Beispiel von Fishkin. Wenn also ein Pasta-Shop an den Start geht und sich pasta-shop.com nennt, sticht nichts Besonders im Namen hervor. Er muss einzigartig sein, damit sich potentielle Kunden daran erinnern können. Im Beispiel ist es ein Domainnamen, der anhand generischer Keywords erstellt wurde, mit der Vermutung, dass dieser aufgrund der Häufigkeit der hohen Suchvolumina der einzelnen Wörter (Pasta und Shop) auch automatisch bei Google besser rankt. Dies ist aber ein Fehlschluss, denn genau das Gegenteil ist meist der Fall.

8 Regeln für einen funktionierenden Domainnamen

Regel Nummer 2: Der Name sollte leicht aussprechbar sein

Hier geht Fishkin auf einen weiteren psychologischen Aspekt ein. Es ist also nicht nur wichtig, dass ein Name im Gedächtnis bleibt, sondern dass er auch leicht und gut aussprechbar ist und jeder auf Anhieb weiß, wie er geschrieben wird. Denn der Mensch neigt dazu, Dinge, die er leichter mental verarbeiten kann, positiver zu bewerten. Das bedeutet, dass leicht aussprechbare Namen automatisch besser gemerkt, ausgesprochen und getippt werden können.

Regel Nummer 3: Der Name sollte so kurz wie möglich sein

Diese Regel scheint den ersten beiden untergeordnet zu sein. Fishkin sagt, lieber ein einzigartiger und leicht aussprechbarer Name, als so kurz wie möglich. Aber wenn die ersten beiden Regeln bedacht worden sind, sollte man trotzdem schauen, ob man ein wenig bei der Länge kürzen kann. Die dritte Regel bezieht sich auch in gewisser Weise auf die ersten beiden zurück. Denn je kürzer ein Name, desto leichter ist es, ihn auszusprechen, zu schreiben und sich an ihn zu erinnern. Zu kurze Namen können wiederum für Regel Nummer 1 und 2 problematisch sein.
Ebenfalls wichtig: Je kürzer der Domainname, desto weniger wird dieser bei Verweisen und im Umfeld von Social Media abgekürzt.

Regel Nummer 4: Die Domain sollte möglichst auf dem landesspezifischen Kürzel enden

Fishkin bezieht sich hier im englischen Sprachraum auf .com. In Deutschland, wenn man nicht gerade einen internationalen Shop launcht, ist man mit .de besser aufgestellt. Es geht wieder darum etwas zu nehmen, was potenziellen Kunden geläufig ist, etwas, woran sie sich leicht erinnern können.

Regel Nummer 5: Der Name sollte das Markenrecht nicht verletzen

Das ist eigentlich eine logische Sache. Fishkin erwähnt es hier trotzdem nochmal zur Sicherheit: Der Marken- bzw. Domainname sollte nicht zu sehr an eine bereits vorhandene Marke oder Firma anlehnen. Das gibt nur Ärger! Also Finger weg davon! Und schön etwas Eigenes ausdenken!

Regel Nummer 6: Der Name sollte intuitiv passen

Wenn jemand den Domainnamen sieht und intuitiv darauf schließen kann, was sich dahinter verbirgt, dann hat man alles richtig gemacht. Denn auch hier gilt wieder: Was einfach mental zu verarbeiten ist, bleibt hängen und hinterlässt einen positiven Nachhall bei potenziellen Kunden.

Regel Nummer 7: Keywords sinnvoll verwenden, aber nicht erzwingen.

Das Web hat sich stark verändert. Und heutzutage ist es nicht mehr notwendig die wichtigsten Keywords in den Domainnamen zu knallen. Wichtiger sind die bereits besprochenen Aspekte für erfolgreiche Vermarktung und SEO. Oftmals sind bestimmte Wörter auch schon negativ aufgeladen, sodass Suchmaschinen und User schlechte Assoziationen mit einem Keyword haben können. Das wirkt dann spamig oder trashig, auf jeden Fall negativ. Also lieber Finger weg davon!

Regel Nummer 8: Wenn der gewünschte Name vergeben ist, keine Panik

Man hat den perfekten Domainnamen gefunden und findet dann heraus, dass dieser schon vergeben ist? Kein Problem. Eine weitere Vorsilbe, ein cleverer Zusatz oder eine andere Endung (.net statt .de zum Beispiel) ist auch völlig in Ordnung.

Wenn man alle Punkte beachtet, wird man sicherlich zu einem guten und eingängigen Domainnamen kommen. Da kann man auch ein paar Kompromisse eingehen ohne größere Probleme. Wichtig ist eine gute Mischung aus den verschiedenen Regeln.

Quellen und Links:

Whiteboard Friday
https://moz.com/blog/how-to-choose-a-domain-name-whiteboard-friday

 
 

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