Sprachsuche, digitale Assistenten und SEO (Teil 3) – Drei grundlegende Fragen.

23. Juni 2016 in SEO | keine Kommentare

Titelbild Sprachsuche, digitale Assistenten und SEOWir kennen nun den aktuellen Stand in puncto digitale Sprachassistenz und haben die Veränderungen gesehen, die sich für die Website- und Suchmaschinenoptimierung ergeben. Im nächsten Schritt gilt es, die SEO-Baustellen deutlicher herauszuarbeiten.

Dieser Aufgabe stellen wir uns jetzt mit dem 3. Teil der Blogreihe zu „Sprachsuche, digitale Assistenten und SEO“. Hierbei wird es insbesondere um drei elementare Fragen gehen, die uns näher an die eigentliche Suchmaschinenoptimierung bringen sollen. Schauen wir es uns an!

BaustelleWelche Baustellen ergeben sich für die Websiteoptimierung?

Bevor es an die eigentliche Suchmaschinenoptimierung einer Website gehen kann, gilt es herauszufinden, worin die SEO-Baustellen des anstehenden Wandels liegen, der mit der massiven Nutzung digitaler Assistenten einhergehen wird. Und hierzu ist es hilfreich, sich drei grundlegende Fragen zu stellen:

  • Wer nutzt die Sprachsuche aktuell?
  • Wofür wird die Sprachsuche eingesetzt?
  • Welche konkreten Unterschiede entstehen zur Texteingabe?

And last but not least:

  • Was muss getan werden, um Sprachsuchende zu befriedigen?

Die konkrete Optimierung behandeln wir dann separat im vierten Teil der Blogreihe.

Zielgruppe1. Zielgruppe bestimmen:

Zunächst einmal sollten wir generell in Erfahrung bringen, wie groß die zu erwartende Anzahl an Nutzern ist, die über die Sprachsuche beziehungsweise digitale Assistenten auf eine Website gelangen könnten. Dazu sollte ich natürlich meine Zielgruppe kennen und diese mit aktuellen Nutzerzahlen sowie Prognose konfrontieren – und im Anschluss weiter im Auge behalten! Schauen wir uns zum Beispiel aktuelle US-Daten aus dem Moz-Blog (Quelle s. u.) an:

US Smartphone Nutzer und Digitale Assistenten

Es sind also insbesondere Jüngere, die bereits stark auf digitale Assistenten setzen. Richtet sich Ihr Angebot also vornehmlich an junge Interessenten, ist der Handlungsbedarf dringender als bei einem älteren Publikum. Wie die Zahlen deutlich machen, sollte allerdings auch Letzteres nicht vernachlässigt werden.

US Smartphone Nutzer und Digitale Assistenten - Nutzungszeitraum

Insgesamt steigt die Zahl der Nutzer allgemein deutlich, wie die 2. Grafik zeigt. Demnach nutzten in den vergangenen 6 Monaten rund 42 Prozent einen digitalen Sprachassistenten. Folgt nun die wichtige Frage:

Digitale Sprachassistentin2. Wofür werden Alexa, Siri und Cortana aktuell verwendet?

Antwort: Vor allem für Wegbeschreibungen, Anrufe und Textdiktate sowie zur Hilfe bei Hausaufgaben beziehungsweise Recherchen. Letzteres mag zunächst „nur“ für Teenager zutreffen und darüber hinaus banal klingen. Allerdings handelt es sich hierbei um die aktivste und wohl richtungsweisendste Zielgruppe, mit der wir es generell bei neuen Technologien zu tun haben.

US Smartphone Nutzer und Digitale Assistenten - Verwendungszweck

Wie halten fest: Die Menschen nutzen digitale Assistenten, um aktiv Hilfe bei Problemen zu bekommen und sich das Leben komfortabler zu machen.

Fragen3. Welche Unterschiede ergeben sich zur Texteingabe?

Ein ganze Reihe, wie wir bereits im zweiten Teil der Blogreihe gesehen haben. Insbesondere die Art der Suchanfrage sowie das Ergebnis können sich signifikant zum heutigen Standard unterscheiden.

Die Anfragen werden mittels gesprochener Sprache länger, konkreter und „fragender“. Das heißt auch, es werden deutlich mehr W-Fragen für die Sprachsuche verwendet. Außerdem werden immer stärker Informationen vorausgesetzt, die der digitale Assistent bereits über den Suchenden und seine Situation besitzt. Dementsprechend fällt die Antwort von Siri, Cortana & Co. personalisiert und so ganzheitlich wie eben möglich aus.

Außerdem könnte der Sprachassistent bestimmte Entscheidungen für den Nutzer aufgrund von „Gewohnheiten“ und „Vorlieben“ vorwegnehmen oder Suchergebnisse entsprechend stark eingrenzen. Ob das eigentlich wünschenswert ist? Na, sagen wir, es hat alles so seine Vor- und Nachteile mit bitterem Beigeschmack.

Fazit (3. Teil): Suchintention bestmöglich befriedigen!

Die SEO-Baustellen in puncto digitale Sprachassistenz liegen unter anderem in der möglichst ganzheitlichen Beantwortung gängiger W-Fragen, die sich auf das eigene Webangebot beziehen lassen. Aber auch über das vergleichsweise simple Beantworten von Fragen hinaus gilt es, die Suchintention der eigenen Zielgruppe möglichst vollumfänglich abzudecken – und das Spiel hier nicht kampflos stumpfsinnigen Frage-Antwort-Portalen zu überlassen. Gerade Experten können häufig durch entsprechendes Fachwissen deutlich besser punkten als es „allgemeinwissende User“ in bestimmten Portalen könnten.

Verschiedenste Internetnutzer

Fassen wir die Baustellen noch einmal kurz zusammen:

  1. Nah an der Zielgruppe bleiben – Jüngere nutzen die Sprachsuche bereits stark
  2. Passende Inhalte für Sprachsuchende realisieren
  3. Gesprochene Sprache und W-Fragen integrieren

Titelbild Sprachsuche, digitale Assistenten und SEOIm vierten und letzten Teil unserer Blogreihe zu „Sprachsuche, digitale Assistenten und SEO“ soll es nun im Anschluss um die konkreten Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung gehen. Bleiben Sie am Ball!

Quellen und Links:

Interessanter Beitrag der FAZ zum Thema.

Inspirierend ist auch der Blogbeitrag bei moz.com. (Quelle gen. Grafiken)

Hier geht’s zur bitcom-Befragung.

Und die aktuellen Zahlen von statista finden Sie hier.

Weitere Grafikquelle Seach Engine Watch.

Das Titelbild ist eine Komposition aus OpenClipartVectors, gerald & DrSJS (pixabay).

Das „Baustellenschild“ stammt von OpenClipartVectors (pixabay).

Das Abschlussbild stammt von gerald (pixabay).

 
 

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