Core Update: Erste Merkmale des aktuellen Google Updates

18. Januar 2016 in SEO | keine Kommentare

google suche

Das SEO-Jahr 2016 geht spannend los. Erwartet wurde von der Szene ein kleiner Panda oder ein Pinguin, aber es ist etwas ganz anderes geworden: ein Google Core Update! Es wurden also Veränderungen am Kern-Algorithmus vorgenommen und die deuten in eine ganz interessante, wenn auch nicht unerwartete Richtung: ganzheitliche Themenabdeckung und Nutzerrelevanz.

Wir haben uns mal ein wenig umgehört und stellen Ihnen im Blog einige der ersten Veränderungen und die möglichen Gründe dafür vor. Lesen Sie sich rein!

Erste Gewinner und Verlierer – wen hat‘s erwischt?

Gary-Illyes Tweet zum Google Core Update - traffcimaxx

Fakt ist, dass in den SERPs offenbar seit dem 9./10. Januar große Schwankungen zu beobachten sind, die sich bislang besonders in den USA stark bemerkbar gemacht machen. Letzteres wiederum lässt darauf schließen, dass die Änderungen am Kern-Algorithmus hierzulande noch nicht gänzlich ausgerollt wurden. Die beispielsweise von searchmetrics beobachteten Muster scheinen aber weltweit eine Rolle zu spielen.

Erneut gehören zu den Gewinnern demnach Websites beziehungsweise einzelne Seiten, die Nutzern hochwertige und relevante Inhalte anbieten. Dabei profitieren Seiten zudem, wenn sie nicht nur umfangreiche Textanteile, sondern eben auch andere Medien wie Bilder oder Videos passend einsetzen. Ziel ist also die ganzheitliche Abdeckung eines Themas und – insbesondere wenn es um News geht – deren Aktualität.

Zu den Verlieren zählen beispielsweise große Print-Publisher aus den USA, die zwar mit langen und themenrelevanten Beiträgen aufwarten können, denen aber offenbar bei diversen Angeboten die Freshness zu angesagten Themen fehlt. Andere Publisher wiederum erfüllen scheinbar alle Kriterien und wurden dementsprechend aufgewertet.

Nutzerrelevanz nimmt offenbar weiter an Bedeutung zu!

Richtig interessant sind die Entwicklungen im Bereich der sogenannten Educational Games. Dabei handelt es um interaktive Lernspiele auf Flash-Basis, die erstaunlich wenig Inhalte für die Suchmaschine bereitstellen. Normalerweise wäre zu erwarten, dass solche Seiten (s. z. B. Screenshot von Searchmetrics) eher keine großen Punkte von Google bekommen würden, doch anscheinend machen die Betreiber irgendetwas enorm richtig. Und das Zauberwort lautet: Nutzerrelevanz!

brainpop-Website - Beispiel Google Core Update - trafficmaxx

Obgleich zwar für die Suchmaschine wenige Inhalte zur Verfügung stehen, liegen die Absprungraten vergleichsweise niedrig – und zwar bei enorm hoher Verweildauer des Durchschnittsbesuchers. Mit anderen Worten: Zu den entsprechenden Keywords und Phrasen findet der Google-Nutzer hier offenbar genau das, was er gesucht hat (oder ist eben mit der Alternative auch erst einmal zufrieden).

Allerdings ranken diese Seiten nur für relativ wenige Keywords. Größere Seiten mit deutlich mehr Inhalten fangen Traffic quasi über ein breites Netz aus relevanten Suchbegriffen ab.

Google QualitätsrichtlinienKleines Fazit zum aktuellen Informationsstand:

So richtig überraschend kommen weder die Änderungen noch die Auswirkungen daher. Wie immer (oder zumindest offiziell angesagt) geht es darum, die Nutzererfahrung zu steigern. Gewonnen haben Seiten, die Themen in relevantem Rahmen, also mit Bezug zur Suchintention beantworten.

Lange galt bei SEO-Texten: Viel hilft viel. Dass ein umfangreiches Angebot an passender Mischung aus Text, Bild und Video sowie anderen Medien attraktiv auf Nutzer wirken kann, ist bekannt. Die bunte Masse allein macht es aber auch nicht: Relevanz mag abgedroschen klingen, ist aber nun mal eines der Zauberwörter, um den Nutzer und somit Google zu überzeugen.

Und was für die Suchintention im Durchschnitt relevant ist, kann sich stark unterscheiden, wie das Beispiel mit den recht „inhaltslosen“ Flash-Seiten zeigt. Der User will eine bestimmte Antwort, also – so sagt sich Google – soll er sie auch haben. Punkt. Aus!

Tja, und abschließend gilt es (wie gehabt) „nur“ noch, die nutzerrelevanten Inhalte für Ihre Zielgruppe zu definieren und dem potenziellen Besucher sowie der Suchmaschine diesen Content anzubieten. 🙂

Google Panda 4.0Update : Der Panda wurde in den Kern aufgenommen

Anders als es viele Experten erwartet hatten, gab es bekanntlich kein Pengiun-Update, sondern ein Panda-Core-Update. Genauer: Der Pandabär wurde zum Teil des Haupt-Algorithmus.

Das bedeutet: Es wird zukünftig keine eigenständigen Panda-Updates mehr geben. Stattdessen werden Veränderungen, die die Content-Qualität einer Seite betreffen, nun kontinuierlich erfolgen.

„Panda is an algorithm that’s applied to sites overall and has become one of our core ranking signals. It measures the quality of a site, which you can read more about in our guidelines. Panda allows Google to take quality into account and adjust ranking accordingly.” – Jennifer Slegg, The SEM Post

Quellen und Links:

Hier geht’s zum Beitrag auf searchmetrics (Quelle der Beitragsbilder 2 & 3).

Titelbild stammt von pixabay/HebiFot

Lesetipp: Wer sich allgemein für Google Ranking-Faktoren interessiert, der findet hier mehr zu vorgeschalteten App-Bannern.

 
 

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