Bilder-SEO: Wie optimiere ich Bilder für die Google-Suche?

25. April 2016 in SEO | keine Kommentare

Google Bildersuche

Unter Suchmaschinenoptimierung, kurz SEO, versteht man weitläufig vor allem die Optimierung von Websites für die prominentere Platzierung in den Web-Ergebnissen von Suchmaschinen. Die Google-Suche beinhaltet jedoch spezielle Kanäle wie die Bildersuche, auf die gezielt optimiert werden kann.

Die Optimierung von Bildern für bessere Rankings erhält durch die Anreicherung der allgemeinen Suchergebnisse mit Universal Search-Elementen, wie z. B. Ergebnisse aus der Maps-, Video- oder eben Bildersuche, eine noch höhere Bedeutung. Bilder-SEO zielt also auf eine bessere Platzierung in den Google-Ergebnissen ab – sowohl in der Bildersuche als auch in den organischen Suchergebnissen.

Viele Shop-Betreiber unterschätzen dabei die Relevanz der Bildersuche als Traffic-Kanal für ihre Website, denn wie wir alle wissen: Bilder sagen mehr als tausend Worte! Oder anders gesagt: Potentielle Käufer nehmen die entscheidenden physischen Merkmale eines Produkts  über Bilder schnell auf und speichern diese langfristig. Die Bildersuche dient somit als Einstiegskanal für die Recherche nach Produkten. Bilder, die als Universal Search-Elemente in den allgemeinen Suchergebnissen auftauchen, erzeugen Aufmerksamkeit und verschaffen Shop-Betreibern einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil.

Neben technischen Optimierungsmaßnahmen muss die Suchmaschine die Bildinhalte so gut wie möglich thematisch zuordnen können, um sie für passende Suchanfragen auszuspielen. Die wichtigsten Tipps für erfolgreiches Bilder-SEO haben wir im Folgenden für euch zusammengestellt.

Das Wichtigste zuerst: Der richtige Dateiname

Wichtige Keywords, nach denen potentielle Kunden suchen könnten, müssen im Dateinamen auftauchen. Der Dateiname ist der Rankingfaktor für Bilder schlechthin, denn das Bild wird fast nur zu im Dateinamen enthaltenen Begriffen ranken.

Auf den vorderen Plätzen bei Google ranken vornehmlich hochauflösende Bilder – denn eine hohe Auflösung ist für Google in den meisten Fällen ein Hinweis für eine hohe Qualität und somit maßgeblich für die User Experience. Ein gutes Beispiel hierfür ist xing.com, die über personenbezogene Suchanfragen in der Bildersuche auftauchen. Da die Nutzer ihr Profilbild  oft parallel auf mehreren Plattformen nutzen, herrscht hier auf den oberen Rängen ein hoher Konkurrenzdruck. Durch eine Anpassung der Auflösung auf 1024×1024 Pixel ist es xing.com jedoch gelungen, zu vielen personenbezogenen Suchanfragen auf Platz 1 in der Bildersuche zu ranken!

Bilder optimieren: Hohe Auflösung als Ranking-Faktor

xing.com bietet Bildinhalte in hoher Auflösung an und lässt die Konkurrenz damit hinter sich.

Für ein gutes Ranking sollten die Bilder zwar hochaufgelöst sein, gleichzeitig aber auch nicht zu viel Speicher benötigen. Denn so verlangsamt sich die Ladezeit, was sich wiederum negativ auf die User Experience auswirkt. Der obige Use Case zu xing.com zeigt, dass die Top3-Ergebnisse in der Bildersuche kleiner als 100 Kilobyte sind. Für Bildkompressionen ohne erkennbaren Qualitätsverlust gibt es diverse Tools am Markt wie z. B. tinypng.com.

Hochformat oder Querformat?

Bezogen auf das Bildformat und das Seitenverhältnis können wir momentan keine eindeutigen Aussagen treffen. Bekannt ist, dass Google in der Bildersuche gängige Formate bevorzugt. Das liegt daran, dass die meisten Bildschirme eher breiter als höher sind und in der Regel ein Seitenverhältnis von 16:9 oder 4:3 aufweisen. Google orientiert sich an der Breite und skaliert die Höhe entsprechend. Daraus folgt, dass Grafiken im Querformat in der Bildersuche größer dargestellt werden und eine größere Klickfläche bieten.

Bei den Universal Search-Einblendungen experimentiert Google derzeit mit Hoch- und Querformaten. Da in der Universal Search-Box für bestimmte Suchanfragen Bilder im Hochformat ganz links gesondert angezeigt werden, müssen wir für eine konkrete Aussage die zukünftige Entwicklung der Darstellung abwarten.

Das Bildformat kann ein entscheidender Ranking-Faktor bei der Optimierung von Bildern sein.

Das Bildformat kann ein entscheidend für eine prominentere Platzierung sein.

Wie erkennt Google den Inhalt von Bildern?

Der Google-Bot kann ein Bild (noch) nicht optisch erfassen und ordnet den Inhalt eines Bildes deshalb anhand seiner HTML-Elemente thematisch zu.

Der Image-Tag erhält über das alt-Attribut eine alternative Beschreibung . Das Befüllen dieses alt-Attributs bringt zwei entscheidende Vorteile mit sich: Erstens wird der Text „alternativ“ angezeigt, wenn das Bild nicht geladen werden kann. Der Faktor User Experience rückt hier also mal wieder in den Vordergrund. Vor allem aber greifen Suchmaschinen auf diesen Tag zurück, um die Bildinhalte zu erkennen. Das alt-Attribut sollte den Bildinhalt folglich genau beschreiben und wichtige Keywords aufgreifen.

Der umgebende Text ist ein weiteres Kriterium für die thematische Einordnung des Bildes durch die Suchmaschine. Was tatsächlich vor und nach dem Bild steht, könnt ihr im Quellcode nachgucken. Die Keywords, die im Dateinamen enthalten sind, müssen für eine erfolgreiche Optimierung in einer Range von ca. 100 Zeichen um das Bild herum erneut auftauchen.

Eng verbunden mit dem umfließenden Text ist der title-Tag. Dieser Tag bewirkt, dass dem Betrachter ein kleines Feld mit dem hinterlegten Text angezeigt wird, wenn er über das Bild fährt. Die unmittelbare Auswirkung des title-Tags auf das Ranking ist zwar umstritten. Vor allem bei Bildlinks kann der Nutzer hierüber durchaus wertvolle Informationen (z.B. das Linkziel) erhalten. Ähnlich wie ein umgebender Text, z.B. eine separate Bildunterschrift, erhöht der title-Tag zudem die Keyword-Relevanz.

Fazit

Eine erfolgreiche Optimierung von Bildern für die Google-Suche gelingt nur, wenn die Suchmaschine den Inhalt des Bildes eindeutig zuordnet. Die wichtigsten Keywords in Dateiname, alt-Attribut und umgebenden Text aufzugreifen ist also wärmstens zu empfehlen. Übrigens spielt auch die inhaltliche Relevanz der Seite an sich eine große Rolle, denn ein Bild spiegelt im besten Fall das Thema der gesamten Seite wider. Wenn eine Seite über verschiedene OnPage-Maßnahmen wie title-Tag oder Headings auf ein bestimmtes Keyword optimiert wurde, sind idealerweise auch die Bilder auf eben dieses Keyword ausgerichtet. Damit ergibt sich eine vermeintlich optimale Struktur des Quellcodes, der jedoch nicht immer in dieser Form realisiert werden kann bzw. muss.

Bilder für Google optimieren: Optimaler HTML-Quellcode

Bei der Optimierung von Bildern sollte der Quellcode im Idealfall diesem Aufbau folgen.

Es gibt noch weitere Faktoren, die das Ranking eines Bildes mitbestimmen. Ähnlich wie Speichergröße, Bildformat oder Seitenverhältnis können diese aber nicht eindeutig benannt werden. So wird spekuliert, dass Google in der Bildersuche ähnlich wie bei den Web-Ergebnissen eine möglichst hohe Bandbreite an verschiedenen Inhalten bevorzugt. Unter den Stichworten „Originalität“  und „Einzigartigkeit“ lohnt es, sich vorher die angebotenen Bilder zu dem Keyword anzuschauen.

Quellen und weiterführende Links:

Zuerst gelesen auf: tagseoblog.de

Das Titelbild stammt von pixabay/Simon.

Die verwendeten Bilder stammen von tagseoblog oder der Google (Bilder)-Suche

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Tools für die Bildkompression:

Tinypng

Imageoptim

MozJPEG Compressor

Googles Empfehlung zur Bildkompression

 
 

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