OmniChannel Trendreport: ebay stellt 31 spannende Cases vor!

26. Januar 2016 in E-Commerce | 1 Kommentar

ebay logo omnichannel trendreportAllgemein wird mit dem OmniChannel-Handel die Weiterentwicklung des Multi-Channel-Vertriebs angesprochen. Es geht also nicht nur darum, viele Vertriebskanäle gleichzeitig zu bedienen, sondern alle – und diese bestmöglich miteinander zu verknüpfen!

Zu diesem Thema legt ebay nun den „OmniChannel Trendreport„ vor, der anhand von ausgewählten Unternehmen interessante neue Möglichkeiten aufzeigt. Wir haben uns die Arbeit mal genauer angesehen und präsentieren Ihnen einige der innovativen Konzepte im Detail. Erfahren Sie jetzt mehr zu den Trends im Bereich OmniChannel!

ebay omnichannel trendreportBasics: Was ist der „OmniChannel Trendreport“?

Die Einkaufswelt hat sich mit dem Siegeszug des Online-Handels massiv verändert und wir stehen diesbezüglich wahrscheinlich noch immer unweit der Entwicklungs-Startlinie. Mehr und mehr greifen Online- und Offline-Handel ineinander. Längst erwartet der moderne Kunde von heute eher einen funktionierenden Online-Shop mit allem drum und dran als ein stationäres Ladengeschäft. Dennoch, auch Letzteres ist vielen noch immer gut und teuer. Die Lösung lautet also: OmniChannel-Handel!

Um Kunden ein ideales Einkaufserlebnis zu bieten und sie möglichst maßgeschneidert bei sämtlichen Prozessen begleiten zu können, lassen sich diverse interessante Ansätze verfolgen. ebay hat hierzu in Zusammenarbeit mit Trendone kreative Strategien von Unternehmen untersucht und stellt diese im sogenannten „OmniChannel Trendreport“ vor.

Behandelt werden unter anderem Cases in den folgenden Clustern:

  • Online/Offline Convergence
  • M-Commerce
  • Local Commerce
  • Shipping & Returns
  • Customer Journey
  • Social Commerce

Insgesamt ermöglicht die Arbeit interessante Blicke auf die Zukunftsperspektiven des Handels und zeigt kreative Konzepte für eigene Projektideen. Im Nachfolgenden stellen wir Ihnen kurz aus jedem Cluster unseren Favoriten vor. Generell lohnt der Blick auf den gesamten Report.

Online/Offline Convergence: Smartbrillen nutzen!

ebay trendreport - offline/online convergenceIm ersten Cluster warten Potenziale wie der physische Kauf-Button, die internetfähige Rasiererbox oder das Beacon-Netzwerk zur gezielten Online-Werbung auf.

Sehr interessant dürften aber gerade auch für KMUs die Möglichkeiten sein, die Smartbrillen oder ähnliche Produkte mitbringen. So zeigt der Report beispielsweise zwei Unternehmen, die sich die neue Technologie bereits erfolgreich zunutze machen, in dem sie Online-Kunden per menschlichem Einkaufsassistenten das Shoppen im stationären Ladengeschäft ermöglichen.

Dawsons - Online-Shopping per Smartbrille

Zunächst trifft der Kunde im Online-Shop eine Vorauswahl, bei der natürlich auch bestehende Kundendaten wie Vorlieben mitgespielt werden können. Dann wird er mit einem passenden Mitarbeiter im Laden vor Ort verbunden, der wiederum beispielsweise mit einem Google Glass ausgestattet ist. Die Brille überträgt Audio- sowie Videodaten und somit quasi die Egoperspektive des Verkäufers. Der kann dann unmittelbar auf die Kundenwünsche eingehen und dem Online-Nutzer Produkte aus allen gängigen Blickwinkeln zeigen sowie ihn direkt beraten.

Fazit: Alles in allem keine große Zauberei und ein toller Service für Kunden, die keine Gelegenheit, Zeit oder Lust zum physischen Einkauf haben. Selbst kleine Läden mit angehängtem Online-Shop können ihre Reichweite vergleichsweise simpel ausbauen und verfügbares Know-how der eigenen Mitarbeiter effizienter nutzen.

M-Commerce: Bei Ladenbesuch -> Gewinnspiel!

ebay trendreport - m-commerceBeim Mobile-Commerce, wie könnte es anders sein, spielt natürlich die App eine gewichtige Rolle. So hat zum Beispiel Adidas eine Anwendung relauncht, die Fans der Marke Reservierungen limitierter Sneaker-Modelle ermöglicht. Die App „MikMak“ liefert amüsante Werbespots, die zudem das mobile Einkaufen erleichtern und der US-Einzelhändler Nordstrom setzt auf das Shoppen mittels SMS.

Doch wie schafft man es eigentlich, Kunden-App, Beacon-Netzwerk und Point of Sale (PoS) wirkungsvoll miteinander zu verknüpfen – und zwar so, dass der potenzielle Nutzer auch wirklich Lust hat, dabei mitzumachen? Das zeigte beispielsweise das Kaufhaus Macy’s zum Black Friday 2015.

Marcys Gewinnspiel Black Friday

Zum einen konnten sich die Kunden per App über anstehende Angebote informieren und ihre Wunschprodukte in einer Liste vermerken. Zum anderen konnten die Nutzer an einem Gewinnspiel teilnehmen, bei dem attraktive Preise lockten.

Wenig innovativ? Stimmt, aber das war’s auch noch nicht. Damit die Kunden am Gewinnspiel teilnehmen konnten, mussten sich diese online registrieren, die Marcy’s-App installieren und mit aktiver App eine der Filialen betreten. Die Beacons erkannten dann den User und ihm stand die Teilnahme am Spiel offen. Getreu dem Motto: walk in & win!

Marcys Gewinnspiel Black Friday-Website

Fazit: Die Welt wird hier sicherlich nicht neu erfunden, aber funktionierende Methoden mit neuen Technologien erfolgreich verknüpft. Auch der Kunde will erst einmal von neuen digitalen Möglichkeiten überzeugt werden. Ist die Aktion wie im Falle Marcy’s ein voller Erfolg, wird die nun bestehende Verknüpfung von App, Beacons und PoS weitere spannende Optionen ermöglichen – sowohl für den Kunden als auch den Händler!

Local Commerce: Preisvergleichsportale zum Offline-Shopping!

ebay trendreport - local commerceWie lässt sich der lokale Handel in Zukunft stärken? Klar ist, an der Digitalisierung dürften die meisten Händler auch hier nicht vorbeikommen. So könnten sich zum Beispiel lokale Einzelhändler zu einem „Kiezkaufhaus“ mit gemeinsamer Online-Plattform und Same Day Delivery zusammenschließen. Oder wie wäre es mit einer Schnitzeljagd durch die örtliche Händlerschaft? Angestiftet durch einen Post auf Instagram jagen Schnäppchenjäger von einem Geschäft zum nächsten, um begehrte Preise und Produkte abzusahnen. Sehr nett auch, per App Produktangebote von Straßenhändlern checken und andere daran direkt teilhaben lassen, wenn selbst Produktschätze entdeckt werden.

grsp-app screenshots

Unweigerlich – und auch ohne das Zutun der Händler – entstehen digitale Offline-Preisvergleichsmöglichkeiten. Während sich Online-Händler schon lange mit entsprechenden Portalen und Dienstleistungen arrangieren müssen, rollt der Trend unweigerlich auf das stationäre Ladengeschäft zu.

Die App „Grsp“ bietet genau das. Via Text- oder Spracheingabe, Foto oder Barcode-Scan sucht die Anwendung nach örtlichen Alternativen zu günstigerem Preis. Zudem können Meinungen unter Nutzern und Freunden ausgetauscht, passende Geschenke vorgeschlagen und Produktbewertungen per Daumenwisch abgegeben werden.

Fazit: Letzteres klingt für örtliche Händler gruselig? Nur für jene Läden, die sich nicht rechtzeitig mit den neuen Möglichkeiten arrangieren. Wer im positiven Sinne auf sich aufmerksam macht und seinen Kunden maßgeschneidert Service bietet, kann davon unmittelbar profitieren. Obacht: Die Konkurrenz schläft nicht!

Shipping & Returns: Bestellen, liefern, zurückschicken – clevere Lösungsansätze!?

ebay trendreport - shipping & returnsWenn der Smartphone-Standort zur flexiblen Lieferadresse beispielsweise für eine Pizza wird, ein Waffel-Restaurant zum Paketübergabe-Zentrum und Retouren im Abo enthalten sind, dann ist man aktuell entweder in den USA oder in der Zukunft. Die massive Ausweitung des Online-Handels sorgt bekanntlich für gewaltige Mammutaufgaben im Transportsektor. Nicht nur die Lieferungen, sondern auch die vielen Rücksendungen machen ordentlich Arbeit. Da ist dann teilweise guter Rat teuer – oder eben eine innovative Idee gefragt.

shyp foto retouren

So hat sich der US-amerikanische Versandservice „Shyp“ darauf spezialisiert, Retouren zu Online-Händlern zurückzubringen. Dazu kann der Nutzer die hauseigene App „Shyp Returns“ nutzen, ein Foto vom entsprechenden Produkt machen und den passenden Online-Händler bestimmen. Für die logistische Aufgabe nutzt der Service unter anderem die Retourenlogistik teilnehmender Unternehmen wie Amazon, Target oder Nordstrom. Clou: Die Ware wird sogar von den Abholern verpackt.

shyp app-bilder

Fazit: Shyp erscheint auf den ersten Blick nicht viel mehr als ein Dienst, der eine Futternische ausnutzt, die nur deshalb entstanden ist, weil die herkömmlichen Unternehmen mit der Masse an zusätzlichen Bestellungen und Retouren nicht mehr zurechtkommen. Ähnliche Dienstleistungen mit Zentralisierungsambition für den Kundenmehrwert wachsen aktuell in diversen Bereichen. Mal schauen, ob das Zukunft hat – gegebenenfalls sind das morgen nur erweiterte Services der „Großen“.

Customer Journey: Die virtuelle Realität kommt auf leisen Sohlen!

ebay trendreport - customer journeyMit der Nutzererfahrung steht und fällt nahezu jedes neue Konzept im Handel. Dementsprechend wird auch in diesem Cluster vieles unternommen, um dem Kunden ein noch besseres Einkaufserlebnis zu ermöglichen. Da wäre die Nutzung von Emojis der eigenen Lieblingsmarke, das Austesten von Produkten, die andere bereits gekauft haben, sowie das Aushandeln von Produktpreisen per Smartphone. Alles ganz nett, aber zukunftsweisend?

virtuelle realität - handelskette target - halloween-special 360-grad-video

Ein Bereich, mit dem sich die meisten Händler in jedem Fall früher oder später auseinandersetzen werden müssen, dürfte die virtuelle Realität sein. In diesem Jahr startet der Abverkauf der ersten massentauglichen VR-Brillen mit Oculus Rift & Co. Die Begeisterung und Neugierde ist groß, Filme, Serien und Spiele ganz neu zu erleben. Aber das Einkaufen?

Nun, mit 360-Grad-Videos machen es die ersten Händler vor. Mehr noch, die Handelskette Target hat sogar eine Halloween-Miniserie produziert, in der Nutzer in virtuellen Räumen hautnah dabei sein und das Interieur, in diesem Fall vornehmlich Halloween-Dekorationen, direkt online kaufen konnten. Und der Besuch im Cyberspace lohnte sich doppelt: Wer in die schaurige virtuelle Realität eintauchte und kauffreudig war, bekam dafür immerhin noch 10 Prozent Rabat.

Fazit: Die virtuelle Realität ist auf dem Vormarsch und wird auch vor dem Online-Einkauf keinen Halt machen. Sobald die Technik ein paar Schritte weiter ist und der Zugang zur neuen Welt der breiteren Masse offensteht, wird hier richtig Geld zu verdienen sein. Und heute? Nun, erste Erfahrungen zu sammeln, kann sicherlich nicht schaden – sich dem Trend zu verweigern, langfristig aber schon. Ansonsten sollte es vorläufig genügen, die Entwicklung im Auge zu behalten.

Was hier in der Studie aus Customer Journey-Sicht vergessen wurde, sind die Möglichkeiten, die die Augmented Reality bietet. Da wird sicherlich ebenfalls noch einiges auf den Handel zukommen.

Social Commerce: Influencer-Marketing liegt weiter im Trend.

ebay trendreport - social commerceOhne Social Media-Engagement geht erfolgreiches Verkaufen kaum noch – insbesondere nicht im Netz. Doch wie sieht es beim Cluster Social Commerce aus? Hier bieten sich Optionen wie „Yappee“, ein exklusives Influencer-Netzwerk von Brand-Fans, die ihren Freunden Marken/Unternehmen empfehlen können und dafür dann belohnt werden. Und auch die Freunde habe etwas davon, beispielsweise Sonderangebote. Das jeweilige Unternehmen wiederum kann gezielt potenzielle Kunden ansprechen.

glix werbebanner

Mal von den weiteren Ansatzpunkten abgesehen, erscheint vor allem „Glix“ noch ganz interessant. Dabei handelt es sich um eine Mode-App beziehungsweise eine App für Modeliebhaber und Trendsetter. Diese können Fotos von lokalen und schwer zu erwerbenden Produkten hochladen, diese dann bewerben und sich beim Anbieter profilieren.

Die App-Nutzer wiederum kommen in Kontakt mit außergewöhnlichen Artikeln, an die sie normalerweise nicht so einfach kommen würden und können den „Trendsetter“ direkt zum Einkaufsassistenten machen, der ihnen gewünschte Produkte einkauft und zusendet.

Fazit: Interessante Applikation – also zumindest für Menschen, die Mode lieben und stets auf der Suche nach dem besonderen Stück sind. Einen solchen „Influencer“ könnte sich ja gegebenenfalls auch die kleine teilnehmende Boutique vor Ort „leisten“. In jedem Fall zeigt das Beispiel aber gut, welchen Einfluss bekannte/beliebte Internetgrößen haben können und in wie weit sich das Potenzial kreativ nutzen lässt – und zwar so, dass alle drei Beteiligten etwas von der Sache haben.

glix - appbilder

Zusammenfassend: Probieren geht über Studieren!

Der ebay OmniChannel Trendreport liefert diverse Kreativprojekte, die sich sicherlich nicht für jeden Shop oder jedes Unternehmenskonzept anbieten, in der Summe aber diverse spannende Ansatzpunkte für eigene Wege bieten. Wenn Ihnen der kleine Ausflug in die digitalen Möglichkeiten des Handels gefallen hat, werfen Sie einen Blick auf das Gesamtwerk!

Tipp: ebay geht übrigens mit dem Trendreport selbst mit gutem Beispiel voran und hat ihn interaktiv gestaltet. Zu den unterschiedlichen Cases stehen weiterführende Optionen wie zusätzliche Informationen, Bilder und Videos sowie Links zur Verfügung.

Weitere interessante und thematisch relevante Blog-Beiträge von trafficmaxx wären diese:

Quellen und Links:

Hier bekommen Sie den OmniChannel Trendreport von ebay und Trendone zum kostenfreien Download.

Die verwendeten Bilder und Grafiken stammen aus dem Trendreport selbst sowie den weiterführenden Websites auf trendexplorer.com.

GLIX Everyone’s Personal Shopper from sara spadafora on Vimeo.

 
 

Kommentare

[…] zweite eBay Trendreport beschäftigt sich unter anderem mit dem spannenden Thema des VR-Shoppings. Hier werden einige […]

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