Seit einem Monat steht die Diskussion über das sog. MayDay-Update in der SEO-Szene ganz oben auf der Tagesordnung. Nun äußert sich Matt Cutts erstmals ganz offiziell und macht aus den Gerüchten Wahrheit: das MayDay-Update ist eine dauerhafte Änderung im Google-Algorithmus, die vor allem Long-Tail-Suchen betrifft und das Ziel hat, die Qualität und Relevanz der Google Suchergebnisse weiter zu verbessern.
Interessante Nebeniformation des Beitrags: Matt Cutts bestätigt, dass es jährlich fortlaufend ca. 400 kleinere Google-Updates gibt, die sich aber natürlich nicht alle so gravierend und deutlich sichtbar auswirken wie das jüngste MayDay-Update.
Am 28.04.2010 fand das Google Agency Summit 2010 statt. Google hat in diesem Rahmen die führenden deutschen SEA-Agenturen zu einem interessanten Tag nach Düsseldorf eingeladen, an dem neue Trends und Entwicklungen vorgestellt und unter den anwesenden Agenturvertretern diskutiert wurden. Auch trafficmaxx war hier natürlich mit von der Partie.

Prof. Mario Fischer führt durch die Podiumsdiskussion zum Thema Website-Usabilty und Performance-Marketing.
Google-Größen wie Lino Cattaruzzi (Country Manager DACH) und Thomas de Buhr (Head of Media Solutions) haben den Programmtag eingeleitet und es folgten interessante Podiumsdiskussionen, an denen sich bekannte Köpfe aus der Suchmaschinen- und Online Marketing-Branche beteiligten, wie beispielsweise Thomas Peters, Mario Fischer oder Sebastian Reischl.

Google hat offenbar keine Kosten und Mühen gescheut und sogar die rund 50.000 Sitzplätze der Düsseldorfer Esprit-Arena, in deren Tagungsräumen das Google Agency Summit stattfand, präsentierten sich in den leuchten Google-Farben.
Neben den unterschiedlichen Erkenntnissen und Inspirationen rund um Google AdWords & Co. zeigte sich der Tag für trafficmaxx aber in ganz anderer Hinsicht besonders ergiebig, denn unbemerkt gelang es, den wohl bestgehüteten Schatz unserer Zeit zu entführen: den über 60 Seiten starken Google Algorithmus!

Da ist er: der Google Algorithmus
Die Freude ist aber derzeit noch gedämpft, denn wie sich herausgestellt hat, hat Google sein magisches Ranking-Rezept gut verschlüsselt und auf den ersten Blick erscheint dem Betrachter raffinierterweise nur weiße Schrift auf weißem Grund.

Weiße Schrift auf weißem Grund: so präsentiert sich der Google Algorithmus dem menschlien Auge zunächst - aber an der Entschlüsselung wird bereits fieberhaft gearbeitet.
Die trafficmaxx-Experten sind daher noch mit der Entschlüsselung des Geheimnisses beschäftigt und werden an dieser Stelle wieder berichten, sobald der Algorithmus enthüllt werden konnte.
Drupal ist ein flexibles, offenes CMS, welches mit seinen zahlreichen Erweiterung eine große Anzahl an Einsatzmöglichkeiten bietet. Einige Handgriffe sind jedoch nötig, um eine grundlegende Suchmaschinenoptimierung durchzuführen. An dieser Stelle möchten wir eine Auswahl nützlicher Module vorstellen, die für Drupal 6 geeignet sind.
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Zu den Aufgaben der Suchmachinenoptimierung gehört die Überprüfung und Anpassung des Titles und der Meta-Description von Webseiten. Dabei kann man die aktuelle Description einer Seite nur recht umständlich im HTML-Quelltext einsehen. Hilfreich ist hier ein kleines Bookmarklet, welches diese Daten in einem kleinen Fenster ähnlich wie auf den Ergebnisseiten der Suchmaschinen wie Google darstellt.
Bei einem Bookmarklet handelt es sich im ein kleines Makro, welches in JavaScript geschrieben ist und als Bookmark im Webbrowser abgelegt wird. In einem solchen Bookmarklet muss der gesamte Code in einer einzelnen Zeile untergebracht werden, da er sonst nicht in der Adresszeile des Bookmarks gespeichert werden kann.
Die Installation des Bookmarklets ist recht simpel. Einfach im Firefox auf folgenden Textlink klicken, Maustaste gedrückt halten und in die Linkleiste des Browsers ziehen:
Nun kann man nach dem Aufruf einer beliebigen Seite im Browser auf das Lesezeichen „SERP-Preview“ klicken und schwuppdiwupp öffnet sich das Preview-Fenster.
Ein Popup-Blocker sollte unserer Erfahrung nach keine Probleme verursachen. Vielleicht erspart dieses kleine Script dem einen oder anderen ja etwas Arbeit.
Vor einiger Zeit haben wir uns bereits mit WordPress und der Absicherung gegen Angriffe befasst. Doch ein Blog sollte natürlich nicht nur sicher sein, sondern auch Leser finden, beziehungsweise von Lesern gefunden werden. Daher wollen wir im Folgenden einige Hinweise geben, wie man Worpdress für Suchmaschinen attraktiv macht, denn obwohl WordPress von Haus aus schon recht gut optimiert ist, einige Stellschrauben gibt es noch immer.
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Suchen Sie nach einer todsicheren Möglichkeit, die Benutzerfreundlichkeit Ihrer Website zu verbessern? Das ist in den meisten Fällen einfacher, als Sie vermutlich glauben. 
Bei sehr vielen Sites ist nämlich eines der größten Usability-Probleme auch ohne Eye-Tracking-Studien und Umfragen nachweisbar: Zu lange Ladezeiten. Diese knabbern an der Geduld der Besucher – und damit auch am Erfolg der Site. Bei Google wird dieser Umstand schon seit längerer Zeit gewürdigt: so geht die Ladezeit z.B. als ein Qualitätsfaktor in die Bewertung von AdWords-Kampagnen ein oder hat im Bereich des SEO direkten Einfluss auf die Indizierung der Website durch die Suchmaschinen und hierdurch indirekt auch auf das Ranking. Dies ist gerade bei Long-Tail-Websites ein wichtiger Aspekt.
Um herauszufinden, ob bei der eigenen Website akute Ladezeit-Probleme vorhanden sind, können Nutzer der Google Webmaster-Tools jetzt auf eine neue Testfunktion zurückgreifen. Basierend auf Userdaten, die z.B. mit der weit verbreiteten Google Toolbar erfasst werden, werden hier Leistungsdaten im zeitlichen Verlauf, exemplarische Daten zu Unterseiten und auch einige konkrete Lösungsbeispiele gezeigt.
Damit nicht genug: Google geht mit gutem Beispiel voran und veröffentlich einen neuen Tracking-Code für Google Analytics, der asynchron arbeitet und damit die Ladezeiten der getrackten Websites verkürzen soll.
Haben Sie Lust darauf bekommen, der eigenen Website Beine zu machen? Wir helfen Ihnen gerne weiter, die Performance- Schwachpunkte Ihrer Website zu analysieren und zu optimieren.
Seit kurzem stellt Google das bisher nur auf englisch verfügbare Feature “Search Options” nun auch in Deutschland zur Verfügung – wenn auch bisher nicht alle englischen Funktionen integriert sind.
Die Suchoptionen findet man auf den Suchergebnisseiten am oberen linken Rand unterhalb des Google-Logos:

Klickt man auf den Button, so öffnet sich das Menü mit folgenden Optionen:

Videos
Wie der Name schon ausdrückt, werden über diese Filtereinstellung ausschließlich Videos zu der Suchabfrage angezeigt. Diese Video-Ergebnisse lassen sich nun noch weiter sortieren z.B. in Länge des Videos, in “Nach Datum sortiert” und nach “Mit Untertiteln”.
Nachrichten
Diese Einstellung zeigt einfach die Suchergebnisse aus Google-News an.
Blogs
Weitere Option für Blogger, um sich über verschiedene Blogbeiträge und Meinungen zu einem bestimmten Thema zu informieren. Diese Einstellung ist auch interessant für den Bereich Online Reputation, um kritische Netzveröffentlichungen zeitnah zu beobachten und zu überprüfen.
Foren
Es werden nur Suchergebnisse angezeigt, die über Foren publiziert wurden, jeweils mit Angabe der Anzahl der Beiträge und Autoren. Interessant z.B. für Leute, die bei aktuellen persönlichen Fragestellungen zu bestimmten Themen Gleichgesinnte zwecks Austauschs und Problemlösung finden wollen.
Die Optionen unter “Jederzeit” ermöglichen eine zeitliche Verfeinerung und Einschränkung der Suchergebnisse. Sinnvoll z.B. für die Recherche bei wissenschaftlichen Studien, für Journalisten oder Recherchen zu einem zeitlichen Bezug.
Die “Verwandte Suchvorgänge” listen Keyword-Kombinationen auf, die im Kontext dieser Suchabfrage stehen und zu verwandten oder auch genaueren Ergebnissen führen können.
Die “Zeitachse” listet die Ergebnisse chronologisch auf, so dass die Historie eines Keywords dargestellt wird.
So erfährt man z.B., dass “Suchmaschinenoptimierung” bereits im 1. Jahrtausend christlicher Zeitrechnung angeboten wurde – die damalige “Vervielfachung” der Gewinne gab’s zu einem fast unglaublichen Schnäppchenpreis von 7 Euro! ![]()

Unter der Standardansicht findet man die Option “Bilder von der Seite“, die die Ergebnisse aus der Bildersuche mit denen aus der “normalen” Suche kombiniert und gemeinsam anzeigt, sowie die Option “Mehr Text“, die der Standardansicht entspricht, jedoch eine umfangreichere Beschreibung der Seiten darstellt.
Leider fehlt in der deutschen Version (noch?) das komfortable Feature “Page Previews“, welches die Suchergebnisse mit den Features “Mehr Text” und “Bilder von der Seite” kombiniert, jedoch mit dem Ranking der Standard-Suche ausgibt.

Auch das “Wonder Wheel“, das Suchergebnisse und ähnliche Suchbegriffe visualisiert, sowie die Möglichkeit, sich “mehr” oder “weniger Ergebnisse von Shopping-Sites” anzeigen zu lassen, sind (noch) nicht in die deutschen, erweiterten Such-Optionen implementiert worden.
Dennoch lässt sich auch mit den aktuellen Optionen gezielter die Suche eingrenzen. Wenn dann auch noch die Realtime-Search über implementierte Twitter-Feeds eingeführt wird – macht das Suchen so richtig Spaß!
Update 17.11.09:
Mittlerweile ist nun auch das “Wunderrad” unter Standardansicht integriert worden


Nach der immer häufigeren Einblendung von Universal-Search-Ergebnissen aus Google-News, der Produktsuche, Videos, Blogs, Bilder etc. in den Suchmaschinenergebnissen, ist Google auch weiterhin sehr aktiv, an der Darstellungsform und Nutzerfreundlichkeit der Suche zu schrauben. Viele der nun flott erreichbaren Features waren vorher nur recht umständlich über die “Erweiterte Suche” oder dem “Mehr”-Button zu erreichen.
Der iPhone ohne Vertrag Shop 3Gstore.de hat den Volksphone SEO-Contest ausgerufen. Nach dem Erfolg des Befreiphone-Contests im vergangenen Jahr ist es in diesem Jahr Ziel, am 23.09.2009 um 22:00 Uhr für den Suchbegriff “Volksphone” den ersten Platz bei Google zu belegen. Die Kürung des Siegers findet wie auch im vergangenen Jahr im Rahmen der TRG OMclub Party statt.
Pünktlich zur dmexco, der neuen Leitmesse für digitales Marketing, die am 23. und 24.09.2009 in Köln stattfindet, startet also wieder ein interessantes Rennen um den begehrten Google-Platz an der Sonne.
Interessant ist wie im vergangenen Jahr natürlich auch wieder Preis: der Sieger erhält ein vertragsfreies iPhone 3GS 32 GB, dieses mal in schwarz.
Aber die Veranstalter des Volksphone SEO-Contests präsentieren noch ein weiteres Highlight: die Blogger-Geschenkaktion. Anlässlich der gestrigen Eröffnung des ersten 3GStore iPhone-Shops in Bochum verschenkt der Sponsor an jeden, der aus seinem Blog einen Link zu 3Gstore.de oder auf das Zubehör seiner Wahl setzt, eines der für diese Aktion verfügbaren iPhone-Accessoires.
Zurück zum Volksphone-Contest: Sollte es dieser Beitrag schaffen, am Stichtag den ersten Platz für “Volksphone” zu belegen und trafficmaxx damit seinen Erfolg des Vorjahres wiederholen, wird auch in diesem Jahr der Preis selbstverständlich zu Gunsten eines guten Zwecks öffentlich versteigert. So konnten sich bereits im vergangenen Jahr die Bremer Engel über den Erlös der Befreiphone-Auktion freuen.
Und wer weiß, vielleicht darf sich ja schon bald jemand über den Erlös für das Volksphone freuen.
Update 23.09.2009: kurz vor dem Finale kommt noch einmal Schwung in die vorderen Plätze und trafficmaxx hat sich auf den 2. Platz des Volksphone-Rankings vorgeschoben. Man darf also gespannt sein, wer beim großen Finale heute um 22:00 Uhr das “Volksphone” in den Händen halten wird.
Update 30.08.2010:
Wie zu erwarten war, gibt es auch in diesem Jahr pünktlich zur dmexco die dritte Auflage des SEO-Contests – dieses mal im Fokus: das so genannte “reVierphone”. Mehr dazu in unserem Beitrag zum reVierphone SEO-Wettbewerb.
Kürzlich hat Hessam Lavi, ein ehemaliger Teamleiter aus Google’s angesehenem Search Quality Team, als weiteres Mitglied unseres Teams in Berlin angeheuert. Hessam bekleidet die Position eines Business Development Manager und wird uns bei diversen Projekten von construktiv unterstützen, so z.B. bei trafficmaxx, Mister Wong und anderen zukünftigen Vorhaben. Wir dachten uns, es wäre doch ganz interessant aus erster Hand etwas über seine Erfahrungen bei Google und seine Ideen und Visionen zum Thema Online Marketing zu erfahren.
Jan Schweder: Bevor wir anfangen, würde ich Dich bitten, Dich doch einmal kurz vorzustellen. Wer bist Du und woher kommst Du?
Hessam: Ich wurde im Iran geboren, bin aber in der kleinen Universitätsstadt Lund in Schweden aufgewachsen, wo ich 13 Jahre lang gelebt habe. Bevor ich nach Berlin gekommen bin, habe ich dreieinhalb Jahre in Dublin für Google’s Webspam Team gearbeitet, welches von Matt Cutts geleitet wird. Meine Hauptaufgabe bestand darin, die Qualität der Ergebnisse in Googles Suchindex zu verbessern. In meiner Position war ich dafür verantwortlich den Webspam in mehreren EMEA-Ländern zu bekämpfen und mit Webmastern zu kommunizieren und ihnen zu erläutern, wie sie ihre Webseiten „Google-freundlicher“ gestalten können.
Für trafficmaxx werde ich hauptsächlich dabei behilflich sein, Strategien auszuarbeiten, die unseren Kunden im Bereich Online Marketing die bestmögliche Repräsentation im World Wide Web ermöglichen sollen.
Jan: Schön Dich in unserem Team zu haben Hessam. Kommen wir zur nächsten Frage: Welche Rolle spielt die Suchmaschinenoptimierung für Unternehmen?
Hessam: Für die meisten von uns sind Suchmaschinen heute der Ausgangspunkt unserer Online Aktivitäten. Ich bin mir ziemlich sicher, dass die meisten Google mehrmals am Tag aufsuchen, um nach allem möglichen zu suchen, angefangen von Flugtickets über Tests zu einem Fernseher den man im Angebot gesehen hat, bis hin zu den Öffnungszeiten des nächstgelegenen IKEA. Das bedeutet im Grunde, dass nur wenige die Seite finden werden, wenn sie nicht in den Suchmaschinen auftauchen. Es ist vergleichbar mit einem Geschäft in einer dunklen Gasse ohne jegliche Beschilderung an der Tür – Ich kenne einiger solche Geschäfte und wünschte mir, sie würden sich irgendwie bemerkbar machen.
Aber um ehrlich zu sein ist es nicht für jedes Unternehmen notwendig in einem größeren Stil in SEO zu investieren, da es viele frei erhältliche Informationen zum Thema gibt, die jeden in die Lage versetzen sollten seine Seite in den Index der großen Suchmaschinen zu bekommen. Trotz der Einfachheit vieler Basistechniken der Suchmaschinenoptimierung werden sie von vielen Webmastern immer noch völlig ignoriert, indem sie z.B. ihre Seite komplett mit Flash realisieren. Es stört mich, wenn ich die Seite meines Lieblingsrestaurants auf der zweiten Suchergebnisseite von Google finde, obwohl ich den Namen des Restaurants eingegeben habe. Einmal habe ich eine Email an ein Restaurant geschickt und ihnen erklärt, wie sie mit nur einer Änderung auf Platz eins bei Google gelangen könnten – und habe dafür nicht mal ein kostenloses Essen erhalten.
Doch das heutige Web bietet nicht nur einen ständig wachsenden und kosteneffektiven Businesskanal, sondern auch ein kostenloses und sehr wirksames Werkzeug zur Marktanalyse. Daher ist es von großer Bedeutung für jeden ernsthaften Wettbewerber sicherzustellen, dass er die richtige Person damit beauftragt ihn durch das Feld des Online Marketings zu führen und ihm im ständigen Strom von Informationen und Daten eine Orientierung zu bieten.
Jan: Sind Dir in den letzten Jahren Veränderungen im SEO-Bereich aufgefallen?
Hessam: Wenn ich mir anschaue, wie sich die Suchmaschinenoptimierung gewandelt hat, fällt mir vor allem der Wechsel zu mehr White Hat-SEO auf. Dies liegt daran, weil die Black Hat-Methoden des Jahres 2007 heute nicht mehr funktionieren. Zudem schaden solche Methoden heutzutage der Online Reputation mehr als jemals zuvor. Die seriösen SEO Berater haben Abstand von den Black Hat-Methoden genommen, da diese mehr Probleme als Lösungen nach sich ziehen und der mögliche Rauswurf einer Kundenseite aus Google sich nicht wirklich positiv auf das Firmenimage auswirkt. Andererseits hat es einen enormen Anstieg von wirklich üblen Black Hat-Sachen gegeben, wie z.B. das Hacken von Webseiten und Phishing.
Im Bezug auf Black Hat-SEO habe ich während meiner Zeit bei Google gelernt, dass man Googles Algorithmen nicht täuschen kann. Viele vergessen die Tatsache, dass die Suche Googles Kerngeschäft ist und somit schlechte Suchergebnisse zu weniger Nutzern führt, was sich wiederum in weniger Einnahmen niederschlägt usw. Man muss sich also klarmachen, dass Google die klügsten Köpfe auf diese Probleme angesetzt hat, um nach Lösungen für Spam im Web zu suchen und Black Hat-Methoden zu unterbinden. Hinzu kommt, dass Google sich gegenüber seinen Nutzern in Europa geöffnet hat und es heute mehrere Wege gibt, um mit Mitgliedern des Search Quality Teams in Kontakt zu treten und Spam-Webseiten und andere fragwürdige Methoden zu melden.
Alles in allem kann es sein, dass manch krumme Methode für einen kurzen Zeitraum funktioniert, doch früher oder später wird man aufgehalten und die Seiten mit denen man “experimentiert” hat finden sich ganz unten in den Suchergebnissen. Und „Unten“ ist in diesem Fall ein Bereich, aus dem man nur sehr schwer wieder rauskommt, ganz zu schweigen von dem erheblichen Verlust an Nutzern und Transaktionen. Ich habe auch gelernt, dass eine optimale Sichtbarkeit in den Suchmaschinen nicht über Nacht erreicht werden kann und sukzessiv erarbeitet werden muss. Es gibt keinen einfachen Weg an die Spitze und wer das Gegenteil behauptet, ist ein Black Hat.
Seriöse Unternehmen im Bereich Online Marketing geben dem nachhaltigen Erfolg des Kunden Vorrang und strukturieren ihre Online Marketing-Strategien im Hinblick auf den langfristigen Erfolg. Viele traditionelle SEO-Firmen haben es geschafft, sich in neue Bereiche vorzuarbeiten und sind meiner Meinung nach in ihrer Arbeit den klassischen Marketing und PR-Firmen sehr ähnlich. Darüber hinaus sind sie auch stärker in die allgemeine Marketing-Strategie eingebunden und betreuen nicht alleine die Webseite. Diese neuen Bereiche beinhalten z.B. Reputation Management und Online PR, aber auch Usability und Information Retrieval.
Jan: Ausgehend von Deinem Hintergrund in Googles Search Quality Team, was sind für Dich wertvolle SEO-Praktiken?
Hessam: Nun, es gibt nicht den einen Weg, um gute Rankings in Google zu erreichen. Ein optimales Ranking basiert auf harter Arbeit und bezieht alle verfügbaren Kanäle im Internet mit ein. Es ist sehr interessant zu sehen, wie verschiedene Personen nach Informationen suchen und sich diese erschließen sowie die verschiedenen Tools zu analysieren, die sie hierfür verwenden. Diese Tatsache zwingt Unternehmen dazu, sich nicht nur auf ihre eigene Webseite und die Suchmaschinen zu fokussieren.
Die technischen Aspekte eines suchmaschinenfreundlichen Webdesigns bilden die notwendige Grundlage eines erfolgreichen Online-Auftritts. Diese Faktoren sind einfache Grundlagen, um die Auffindbarkeit von Informationen auf ihrer Webseite sowie die Analyse dieser Informationen durch den Leser – seien es Menschen oder Suchmaschinen-Robots – zu vereinfachen. Wenn es um suchmaschinenfreundliches Webdesign geht, ist mein Ratschlag „Weniger ist mehr“, welcher auf den Prinzipien des Interaction Designs basiert. Es gibt viele Möglichkeiten, wichtigen Content unabsichtlich vor Besuchern und Suchmaschinen zu verstecken und unsere Kunden sind oft überrascht, wie einige kleine Fehler die Usability der Seite schwächen und das Ranking in den Suchmaschinen gefährden können.
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Online Marketings ist die Conversion. Ohne Conversion ist jeglicher Traffic nicht viel wert. Deshalb ist es für uns wichtig den Traffic unserer Kunden zu analysieren, um daraus Rückschlüsse zu ziehen, was die Nutzer suchen. Wir schauen uns z.B. an, wie Besucher mit den Inhalten interagieren, wie sie das Menü verwenden und welche Inhalte sie am ansprechendsten finden. Des Weiteren schauen wir nach Usability-Problemen, welche die Conversion-Rate beeinträchtigen, wie bspw. eine komplizierte Navigation oder unverständliche Versandbedingungen. Unser Ansatz fokussiert sich darauf, den „richtigen“ Traffic zu erhalten, der zu Conversions führt und nicht auf möglichst gute Rankings zu allen möglichen Begriffen.
Anders als viele Wettbewerber sehen wir unsere Kunden als Partner und bieten ihnen eine Vielzahl von Workshops an, die es ihnen ermöglichen zu lernen und die nötigen Änderungen der Online-Aktivitäten zu verinnerlichen und sicherzustellen, dass sie ständig auf eine suchmaschinenfreundliche Art und Weise arbeiten. Dies beinhaltet alle möglichen Dienstleistungen, angefangen bei der technischen Entwicklung, dem Design der Webseite, Copywriting, Erstellung von Inhalten, PR-Meldungen, Blogbeiträge, Social Media Aktivitäten und vieles mehr.
Was heute an Bedeutung gewonnen hat, ist die so genannte Online Reputation, welche das Image eines Unternehmens/einer Person im WWW reflektiert. Dabei geht es nicht alleine um Google oder andere Suchmaschinen, sondern um alle Orte im Netz, wo Menschen miteinander kommunizieren. Immer mehr Menschen verbringen viel Zeit auf verschiedensten Social Networks wie z.B. Facebook, StudiVZ oder auch Twitter, wo sie sich mit Gleichgesinnten austauschen können. Daher ist es für Unternehmen wichtig, sich darüber zu informieren, was über sie gesagt wird, sowohl positiv als auch negativ und darüber hinaus die Nutzer dort zu begegnen, wo sie sich aufhalten. Aus diesem Grund haben wir ein Tool entwickelt, welches unsere Kunden in die Lage versetzt sich intensiv damit auseinanderzusetzen, wie sie im Netz wahrgenommen werden und wir arbeiten mit ihnen zusammen, um das Image weiter zu verbessern bzw. auftretende Probleme zu lösen.
Habt ihr irgendwelche Fragen an Hessam? Twittert uns @trafficmaxx oder postet eure Fragen (Deutsch oder Englisch) in den Kommentaren und wir werden euch nach Möglichkeit antworten.
Am 3. Juni ging die neue Microsoft-Suchmaschine „bing“ an den Start und sorgte in den ersten Wochen nicht nur für reichlich Furore, sondern direkt auch für eine nicht unerhebliche Steigerung des US-Marktanteils von Microsoft auf 12,1 Prozent (12. Juni). Die Suchmaschine ist nach wie vor lediglich in der Beta-Version verfügbar, bietet derzeit aber bereits alle grundlegenden Funktionen, die der Google-verwöhnte Benutzer von einer Suchmaschine erwartet. Zeit für eine Zwischenbilanz!
Bing adaptierte das typische, minimalistische Google-Interface: ein unübersehbarer Suchschlitz, als Radio-Buttons repräsentierte Filter, die Links zur Spezialsuche als dezente horizontale Linkleiste oben links – perfekt zugeschnitten auf all diejenigen, die Googles Übersichtlichkeit und Usability gewohnt sind. Auch die Links zu „gesponserten Seiten“ werden wie die Google Adwords am rechten Rand sowie über den Ergebnissen der natürlichen Suche angezeigt. Hinzugefügt wurde eine Spalte auf der linken Seite, die verwandte Suchvorgänge aufzeigt. Bei Google findet sich diese oft praktische Funktion am Seitenende – bei bing entfällt daher das Scrollen, um per Klick die gestellte Suchanfrage zu verfeinern.
Ein weiterer, bestechender Unterschied zu Google stellt das täglich wechselnde Design in Form von hinterlegten Fotos dar, was die netten Google-Doodles in Sachen optische Ansprache um Längen schlägt.
In der Fehlertoleranz steht Bing dem Vorbild Google nach erstem Anschein auch in nichts nach: Tippfehler werden durch Nutzung eines internen Lexikons souverän erkannt, daraufhin werden die Suchergebnisse für den korrekten Suchbegriff (selbstverständlich nach Relevanz sortiert) angeboten:

Die Unterschiede zwischen Bing und Google stecken im Detail – u.a. in den Spezialsuchen, wie der Bilder- und Videosuche. Hier glänzt Bing mit ausgefeilter Technik und pfiffigen Filtermöglichkeiten: Vor allem das elegante Nachladen durch AJAX bei Bildern und das Anspielen von Videos per Mouseover wirken bestechend frisch.
Momentan tut sich fast jeden Tag etwas Neues bei bing. Microsoft gibt sich anscheinend alle Mühe, das beta-Stadium hinter sich zu lassen. Noch sind Funktionen wie Maps oder xRank (das Nachverfolgen der Beliebtheit von Personen-Suchabfragen) auf Grund fehlender Daten für den Benutzer zwar nicht zu gebrauchen, aber auch diese Funktionen wird Microsoft wohl in naher Zukunft ähnlich den Google-Funktionen ausbauen und dementsprechend anpassen. Mit geeigneten Partnern wie ciao! in der Produktsuche wird man bestimmt schnell einig werden.
Fazit: bing kann sich derzeit in Sachen Usability, Design und Funktionalität durchaus mit Google messen. Vor allem das ansprechende Design und die teilweise AJAX-basierte Umsetzung sind eine willkommene Abwechslung im Google-Alltag. Bleibt abzuwarten ob und wie Google kurzfristig auf die gelungene Konkurrenz reagiert, und ob sich bing weiter entwickeln und durchsetzen kann.
Demnächst erscheint an dieser Stelle ein Vergleich der Suchergebnisse von Google und bing – wer nicht so lange warten möchte, bilde sich sein eigenes Urteil auf hello-engines.de bzw. blindsearch.fejus.com.
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