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Blog-Archiv

Matt Cutts über das MayDay-Update

31. Mai 2010 in Google, Know-how, SEO | Kommentieren

Seit einem Monat steht die Diskussion über das sog. MayDay-Update in der SEO-Szene ganz oben auf der Tagesordnung. Nun äußert sich Matt Cutts erstmals ganz offiziell und macht aus den Gerüchten Wahrheit: das MayDay-Update ist eine dauerhafte Änderung im Google-Algorithmus, die vor allem Long-Tail-Suchen betrifft und das Ziel hat, die Qualität und Relevanz der Google Suchergebnisse weiter zu verbessern.

Interessante Nebeniformation des Beitrags: Matt Cutts bestätigt, dass es jährlich fortlaufend ca. 400 kleinere Google-Updates gibt, die sich aber natürlich nicht alle so gravierend und deutlich sichtbar auswirken wie das jüngste MayDay-Update.

 

Verschleierung von IP-Adressen mit Google Analytics

in Google, Know-how | Kommentieren

Nachdem das freie und offene Tracking Tool Piwik im März standardmäßig ein Plugin ausliefert, mit dem die IP-Adressen der Besucher maskiert werden können stellt Google Analytics seit dieser Woche ähnliche Funktionalität zur Verfügung. Ruft man auf dem _gat-Objekt die Methode anonymizeIP() auf, so werden die letzten 8 Bit bzw. die letzten beiden Ziffernblöcke der IP-Adresse nicht erfasst.

_gat._anonymizeIP();



Mit dieser Methode kann eine Rückverfolgung der Besucher nicht mehr stattfinden, dennoch kann eine geographische Zuordnung durchgeführt werden. Allerdings ist die Lokalisierung wesentlich gröber, als es mit der ganzen IP-Adresse möglich wäre.

Benutzer Opt-Out

Darüber hinaus wurden auch für die Browser Firefox und Chrome als auch dem Internet Explorer AddOns veröffentlicht, mit denen der Surfer sich des Trackings mittels Google Analytics entziehen kann.  Aus Benutzersicht ideal wäre jedoch eine herstellerunabhängige Lösung, die von jeder Tracking-Software berücksichtigt wird. So könnte eine weitere Angabe im Anfrage-Header durch den Browser eingefügt werden, falls der Nutzer eine entsprechende Einstellung tätigt.

 

Einmal SEO für Drupal, bitte

4. Februar 2010 in Know-how, SEO | Kommentieren

Drupal ist ein flexibles, offenes CMS, welches mit seinen zahlreichen Erweiterung eine große Anzahl an Einsatzmöglichkeiten bietet. Einige Handgriffe sind jedoch nötig, um eine grundlegende Suchmaschinenoptimierung durchzuführen. An dieser Stelle möchten wir eine Auswahl nützlicher Module vorstellen, die für Drupal 6 geeignet sind.
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SEO-Pimp your WordPress

22. Dezember 2009 in Know-how, SEO | Kommentieren

Vor einiger Zeit haben wir uns bereits mit WordPress und der Absicherung gegen Angriffe befasst. Doch ein Blog sollte natürlich nicht nur sicher sein, sondern auch Leser finden, beziehungsweise von Lesern gefunden werden. Daher wollen wir im Folgenden einige Hinweise geben, wie man Worpdress für Suchmaschinen attraktiv macht, denn obwohl WordPress von Haus aus schon recht gut optimiert ist, einige Stellschrauben gibt es noch immer.
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Via Google AdPlanner die Werbung im Contentnetzwerk optimieren

25. November 2009 in Google, Know-how, Online Marketing | Kommentieren

Google AdWords Anzeigen kann man sowohl im Such- als auch im Contentnetzwerk von Google schalten. Das Contentnetzwerk von Google besteht aus einer Vielzahl an Websites – von großen Webportalen wie bspw. www.tagesspiegel.de bis hin zu kleinen Nischenwebsites. In der Regel sind die Klickraten der Werbeanzeigen im Contentnetzwerk geringer als im Suchnetzwerk, dafür aber die Klickpreise günstiger. Gerade für Websites, die eine hohe Reichweite erreichen und den Bekanntheitsgrad der Marke bzw. der Website steigern möchten, lohnt es sich, für das Contentnetzwerk spezifische Contentkampagnen zu erstellen. Wer sich für die Erstellung einer Contentkampagne entscheidet, kann die Werbeanzeigen entweder für das gesamte Contentnetzwerk freischalten oder einzelne Websites gezielt aussuchen, dann spricht man von „Placements“.

Mithilfe des Google AdPlanners ist es möglich, diese Placements zielgruppenorientiert auszuwählen. Der Google AdPlanner ist ein kostenloses Tool von Google, mit dem man u.a. die demografischen Daten seiner Zielgruppe eingeben und sich passende Werbeflächen im Contentnetzwerk anzeigen lassen kann. Dabei können u.a. Angaben zu Land, Sprache, Geschlecht und Alter der Zielgruppe gemacht werden. Weiterhin kann man die Ergebnisse nach Kategorien (z.B. „Finanzen und Versicherungen“ oder „Essen und Trinken“ etc.) und möglichen Anzeigenformaten filtern. Falls man bspw. auch Imageanzeigen über Google AdWords schalten möchte, können somit gleich die Websites ausgesucht werden, die auch diese Option mit anbieten.

Beispiel Research

Die Ergebnisse der Suche lassen sich z.B. nach dem „Comp Index“ (Composition Index) oder der „Audience reach“ ordnen. Der Composition Index gibt an, wie relevant die Website im Hinblick auf die eingestellten Zielgruppenangaben und Filtermöglichkeiten ist. Das heißt, wenn man die Ergebnisse danach sortiert, stehen ganz oben besonders relevante Websites für die anvisierte Zielgruppe. Wenn das Ziel jedoch ist, eine möglichst hohe Reichweite zu erzielen, richtet man sich am besten nach dem „Audience reach“, dieser gibt die mögliche Reichweite innerhalb der Zielgruppe an. Mit dem “interactive graph” kann man sich die Ergebnisse sogar visualisiert anzeigen lassen und nach dem “best match” suchen. Websites mit dem höchsten Composition Index erscheinen im rechten, unteren Feld. Websites mit besonders hoher Reichweite im oberen linken Feld.

Best Match

Screenshot-Quelle: http://adwords.blogspot.com

Der AdPlanner eignet sich für viele weitere Analysen und ist auf jeden Fall ein interessantes Tool. So kann man beispielsweise unter dem Tabellenblatt „Search by site“ die URLs großer Websites angeben, um dann einen Einblick in die Anzahl der täglichen Unique Visitors zu erhalten und die Verteilung von Geschlecht, Alter, Bildungsgrad, Haushaltseinkommen usw. einsehen. Also: Reinschauen lohnt sich.

Beispiel Wikipedia in Deutschland

 

Kurz vorgestellt: Nützliche Google-Suchanfragen für jede Gelegenheit

3. September 2009 in Google, Know-how | Kommentieren

Google ist mehr als „nur“ eine reine Textsuchmaschine – Google bietet neben der normalen Websuche weitere Möglichkeiten um möglichst schnell zum gewünschten Ergebnis zu gelangen.
Hier zeigen wir eine Übersicht der beliebtesten Funktionen.

Taschenrechner
Hat man beispielsweise gerade keinen Taschenrechner zur Hand, so tippt man einfach die Rechnung in den Google-Suchschlitz ein, z.B. :
53*20/12
Auch kompliziertere mathematische Ausdrücke berechnet Google unter Berücksichtigung aller Regeln (z.B. Punkt-vor-Strich) korrekt.

Währungsrechner
Sogar Währungen können anhand aktueller Wechselkursdaten schnell und einfach umgerechnet werden. Wer wissen will, wie viel US-Dollar man für 100 Euro bekommt, gibt einfach bei Google folgendes ein:
100 Euro in USD

Aktienkurse
Wer sich den Klick zu seinem präferierten Finanzportal sparen will, braucht nur bei Google die Wertpapier-Kennnummer der betreffenden Aktie einzugeben um den Kursverlauf angezeigt zu bekommen, beispielsweise für die Google-Aktie:
us38259P5089
Es handelt sich hierbei um einen Auszug des Google-Service Finance.

Kinoprogramm
Auch bei der Gestaltung der Freizeit kann Google helfen. Das aktuelle Kinoprogramm einer Stadt erfahren man, wenn man nach dem Stadtnamen und “Kino” sucht:
kino bremen

Wettervorhersage
Ob man statt Kino vielleicht doch besser einen Biergarten wählt – diese Entscheidung nimmt Google mit der aktuellen Wettervorhersage ab:
wetter hamburg

Fußballergebnisse
Fußballfans kommen bei Google ebenso schnell auf ihre Kosten: Wie ging das letzte Spiel von Werder Bremen aus und wer ist der nächste Gegner? Google verrät es nach Eingabe des Vereinnamens:
werder bremen

Definitionen
Die Eingabe
definiere google
zeigt einen Kurzausschnitt mit relevanten Informationen zu Google aus Wikipedia. So können beliebige Begriffe oder Personen schnell nachgeschlagen werden.

Paketverfolgung
Es können außerdem Pakete verfolgt werden, indem man die Paketnummer des UPS-, Fedex- oder USPS-Pakets direkt in das Suchfeld eingibt. Als Ergebnis erhält man einen direkten Link zum Status der Lieferung.
Beispiel:
1Z9999W99999999999

Es macht durchaus Sinn, sich mit diesen Funktionen vertraut zu machen – vor allem wenn es schnell gehen muss und man auf Klicks zum passenden Ergebnis verzichten möchte. Bei neuen Features werdet ihr hier natürlich auf dem Laufenden gehalten! Es lohnt ebenfalls, sich bei Google über erweiterte Suchoptionen zu informieren, um gezieltere Suchanfragen zu stellen und somit genauere Ergebnisse zu erhalten.

 

Safety first: WordPress gegen Angriffe absichern

10. August 2009 in Know-how | Kommentieren

Das Opensource Blog-System WordPress erfreut sich immer größerer Beliebtheit im Netz. Dank der Funktionsvielfalt wird es längst nicht mehr ausschließlich als Blog eingesetzt, sondern ersetzt oftmals auch aufwendige Content-Management-Systeme bei kleineren Webauftritten.

Doch der steigende Funktionsumfang ist für den Anwender Fluch und Segen gleichermaßen, denn mit den Möglichkeiten wächst auch die Zahl potentieller Schwachstellen, die von Hackern ausgenutzt werden können, um Inhalte zu manipulieren oder an Daten zu kommen, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind. Wir haben deshalb an dieser Stelle die gängigsten Maßnahmen zusammengestellt, um WordPress sicherer zu machen.

Tabellen-Präfix ändern

Bei einer Standardinstallation verwendet WordPress den Präfix “wp_” um seine Tabellen in der MySQL Datenbank zu kennzeichnen. Das wissen auch Hacker und versuchen so über Schwachstellen im Code Daten in der Datenbank zu manipulieren. Die einfachste Abwehr dagegen ist ein individueller, kryptischer Präfix. Festgelegt werden kann dieser während der WordPress Installation.

Wer sein Blog bereits seit einiger Zeit im Netz hat kann auch die bestehenden Datenbanken ändern, am einfachsten geht das mit dem Plugin WP Prefix Table Changer. Wichtig ist, dass der verwendete Präfix auch in der Datei wp-config.php angegeben wird, die im Stammverzeichnis von WordPress zu finden ist.

Secret-Keys generieren

Seit einiger Zeit verwendet WordPress die so genannten Secret-Keys, um Cookies zu verschlüsseln. Mittlerweile sind 4 dieser Keys im Einsatz. Sie werden ebenfalls in der Datei wp-config.php definiert und müssen derzeit noch von Hand eingesetzt werden. Mit Hilfe dieses Generators kann man sich die vier Codezeilen inkl. zufällig vergebener Keys generieren lassen. In zukünftigen WordPress-Versionen sollen die Secret-Keys automatisch während der Installation in die Konfiguration geschrieben werden.

Standard-User „admin“ löschen

Bei der Installation eines WordPress Blogs wird der User “admin” automatisch angelegt, dieser sollte direkt nach dem Setup gelöscht und durch einen neuen Nutzer mit Administrator-Rechten ersetzt werden. Zusätzlich empfiehlt es sich die User-ID des neuen Admins in der Datenbank zu ändern, so dass dieser nicht die IDs 1 oder 2 bekommt, da Hacker versuchen könnten über die User-ID einen Admin vorzutäuschen, um Zugriff auf Posts, Plugins oder Einstellungen zu bekommen.

Wer nicht direkt auf die MySQL Datenbank zugreifen kann oder möchte, dem hilft das Plugin Search & Replace.

WordPress Version verschleiern

Die Ausgabe der WordPress Version gibt Angreifern Aufschluss über eventuell vorhandene Schwachstellen durch veralteten Quellcode. Um die Ausgabe zu verhindern muss die folgende Zeile in die Datei functions.php geschrieben werden.

remove_action('wp_head', 'wp_generator');

Die functions.php gehört zu jedem WordPress Theme und findet sich daher im jeweiligen Verzeichnis des verwendeten Themes.

Achtung bei einem Relaunch oder beim Wechsel zu einem anderen Theme: Da jedes Design seine eigene funtions.php mitbringt, muss diese auch jedes mal wieder indvividuell angepasst werden.

Windows LiveWriter und XMLRPC Schnittstellen deaktivieren

Diese Windows LiveWriter und XMLRPC  Schnittstellen erlauben das Bloggen mittels Software auf dem eigenen PC oder auch unterwegs per Handy. Ab der WordPress Version 2.6 sind sie bei der Installation standarmäßig bereits deaktiviert, sicherheitshalber sollten dennoch die folgenden Zeilen in der gerade schon beschriebenen Datei functions.php ergänzt werden.

remove_action('wp_head', 'wlwmanifest_link');
remove_action('wp_head', 'rsd_link');

Um Risiken vollkommen auszuschließen sollte außerdem die Datei xmlrpc.php im WordPress Stammverzeichnis gelöscht oder zumindest umbenannt werden.

Fehlerausgabe unterbinden

Bei der Web-Entwicklung sind Fehlerausgaben nützlich. In einer Live-Umgebung geben Sie Angreifern jedoch unter Umständen fatale Hinweise auf den Maschinenraum eines Blogs.

Mit Hilfe der folgenden Zeile in der Datei wp-config.php kann die Ausgabe von PHP und MySQL Fehlern deaktiviert werden.

define('WP_DEBUG', false);

Plugin-Verzeichnis schützen

Das Plugin-Verzeichnis und ggf. auch andere kritische Ordner sollten durch eine leere index.html oder index.php Datei vor Ausgabe des Ordnerinhaltes geschützt werden, egal ob der Server dies erlaubt oder nicht. Ab Version 2.8 bringt WordPress diese Maßnahme bereits mit, doch auch Blogger, die regelmäßig Updates einspielen, sollten prüfen, ob ihr Plugin-Verzeichnis bereits geschützt ist.

wp-admin Verzeichnis schützen

Wichtigster Angriffspunkt in WordPress und damit die größte Schwachstelle sind die Dateien im Verzeichnis wp-admin, da hier sämtliche Funktionen des Blogs gesteuert werden, und, neben Veränderungen an der Datenbank (bei falscher Serverkonfiguration) selbst, Dateien manipuliert werden können. Der einfachste Weg diese Schwachstelle zu schließen, ist es Angreifer erst gar nicht bis dorthin kommen zu lassen.

Eine Möglichkeit dies zu realisieren ist der Schutz des wp-admin Verzeichnisses durch eine .htaccess + .htpasswd Kombination bzw. eine IP-Sperre per .htaccess. Somit ist das gesamte Verzeichnis und damit auch der eigentliche Login zum Backend für nicht authorisierte Benutzer gesperrt. Die benötigten Dateien können beispielsweise mit diesem Generator erzeugt werden und müssen anschließend im wp-admin Verzeichnis abgelegt werden. Alternativ können diese Aufgabe aber auch die Plugins wie Login Lockdown oder AskApache Password Protect übernehmen.

Wichtig hierbei ist natürlich sicherzustellen, dass alle zugelassenen Autoren über die benötigten Zugangsdaten verfügen. Eine IP-Sperre eignet sich vor allem für Unternehmen, da diese häufig über einen Internetzugang mit fester IP-Adresse verfügen. Normale Internetuser haben meist jedoch eine dynamische IP, die sich spätestens nach 24 Stunden ändert. In diesem Fall würde man sich hierüber aus seinem eigenen Blog aussperren.

Login-Versuche limitieren

WordPress erlaubt unendlich viele Anmeldeversuche mit falschen Zugangsdaten, Brute-Force-Angriffe werden dadurch erleichtert.

Mit dem Plugin Limit Login Attempts kann die Zahl von Falscheingaben bestimmt werden, nach der ein User für weitere Login-Versuche gesperrt wird. Der Administrator wird per Mail über diese Sperre informiert und kann im Ernstfall schnell weitere Maßnahmen ergreifen.

Login Fehlermeldungen unterdrücken

Hinweise über fehlerhafte Passwörter oder Nutzernamen unterstützen den Hacker bei der Suche nach gültigen Zugangsdaten. Die Ausgabe solcher Hinweise kann über folgende Codezeile in der Datei functions.php unterbunden werden

add_filter( 'login_errors', create_function( '$a', "return null;" ) );

wp-config.php schützen

Bei einem falsch konfigurierten Server könnte es möglich sein, den Inhalt der Datei wp-config.php anzuzeigen und so an Zugangsdaten für die Datenbank zu gelangen. Um dies zuverlässig zu verhindern, sollte die .htaccess Datei im WordPress Stammverzeichnis durch die folgenden Zeilen ergänzt werden.

# protect wp-config.php
<files wp-config.php>
Order deny,allow
Deny from all
</files>

Registrierung neuer Nutzer verbieten

Sofern die Möglichkeit der Registrierung neuer User nicht benötigt wird, sollte diese über die entsprechende Einstellung im WordPress Backend deaktiviert werden. Ist in der vorliegenden Installation noch die Datei wp-register.php im Stammverzeichnis vorhanden, so kann diese gelöscht werden, da sie seit der Version 2.6 nicht mehr verwendet wird.

Backups durchführen

In Regelmäßigen Abständen sollten unbedingt Backups der Datenbank erstellt werden. Auch eine Sicherung der aktuellen Theme-Version sollte stets vorhanden sein, um bei eventuellen Totalabstürzen wieder schnell online gehen zu können.

Das Plugin WP-DBManager hilft bei der Erstellung automatisierter Datenbank-Backups.

Updates durchführen

Auch die beste Absicherung nützt nichts, wenn das System selbst kritische Schwachstellen aufweist. WordPress wird ständig von einer großen Gemeinde erfahrener Programmierer weiterentwickelt und verbessert. Deshalb sollte das Kernsystem stets auf dem aktuellsten Stand gehalten werden und auch Plugins und Themes sollten regelmäßig auf die aktuellste Version gebracht werden.

Vor einem Update sollte jedoch stets ein Backup erstellt werden, sodass im Fall eines Fehlers die bisherige Version wiederhergestellt werden kann.

Zum Schluss noch ein allgemeiner Tipp: Verwenden Sie, wenn immer möglich, für den Datentransfer auf Ihre Server nicht das FTP-Protokoll, sondern greifen Sie auf FTPS oder sFTP (via SSH) zurück. FTP überträgt sämtliche Login-Daten unverschlüsselt, ein Hacker könnte ihre Daten abfangen und erhält somit vollen Zugriff auf Ihren Server. FTPS und sFTP übertragen sämtliche Daten verschlüsselt und bieten so optimalen Schutz vor neugierigen Blicken.

Ähnliches gilt auch für den WordPress Login. Dieser sollte wenn möglich via SSL geschützt werden – auch wenn in der Praxis wohl den wenigsten ein gültiges SSL-Zertifikat auf dem Server zur Vergügung stehen dürfte.

 

Open Source Webstatistik-Tool Piwik

20. Juli 2009 in Allgemein, Know-how, Online Marketing | Kommentieren

Piwik, der Nachfolger von phpMyVisites, ist eine empfehlenswerte Open-Source-Alternative zu Web-Statistik-Tools wie etwa Google Analytics. Das Open-Source-Web-Analytics-System überzeugt durch optisch ansprechende Grafiken, eine modulare Architektur und eine gute Performance. Im Folgenden erhalten Sie zusammenfassend einen kurzen Einblick.

Installation & Einrichtung von Piwik

Piwik lässt sich genauso simpel installieren wie WordPress. Zip-Datei von http://piwik.org downloaden, entpacken und per FTP in das gewünschte Verzeichnis auf dem eigenen Webspace hochladen und die Rechte richtig setzen (775 sollte reichen). Danach die Index-Datei aufrufen und schon beginnt die graphisch geführte Installation von Piwik im Webbrowser. Nach Angabe des Datenbanknamens erfolgt auch schon die Einrichtung des Admin-Kontos und der Trackingbereich für die erste Webseite wird gleich angelegt. Hier muss dann nur die URL angegeben werden und schon wird ein JavaScript-Tag erstellt, der im Quelltext der zu trackenden Seite eingebunden werden muss.

Wenn die Installation abgeschlossen ist, landet man direkt im eigenen Piwik-Dashbord. Piwik ist Multi-User- und Multi-Domain-fähig. Jetzt wäre also der richtige Zeitpunkt, um weitere Accounts oder neue Webseiten einzurichten. Darüber hinaus kann man unter Einstellungen auch die Piwik-Plugins de/aktivieren oder neue einrichten. In Zukunft soll es sogar möglich sein, historische Daten aus den Log-Files eines Servers oder aus einem Export aus anderen Tracking-Tools zu importieren.

Piwik: Aufbau & Funktionen

Wer Google Analytics verwendet, dem kommt das Look & Feel von Piwik sehr bekannt vor (auch das Logo). Die Startseite nach dem Login ist immer das Dashboard, welches sich der User mit beliebigen  Widgets selbst so zusammenstellen kann, wie er möchte.

Web-Analytics-Tool Piwik

Web-Analytics-Tool Piwik

Piwik ist zum größten Teil bereits lokalisiert, nur einige Plugins/Widgets sind noch komplett in englischer Sprache. “Widgets” scheint generell das Zauberwort von Piwik zu sein. Zum einen können die Widgets wie gesagt im Dashboard beliebig eingerichtet werden. Viel Spannender ist es aber, dass man die Widgets seines Trackings auch extern in iGoogle, Netvibes oder dem eigenen Blog einrichten kann.

Plugins wird es in Zukunft wohl reichlich geben, da Piwik als Open Source Software quelloffen programmiert wird. Zudem ist eine API  vorhanden, mit der Widget- bzw. Plugin-Programmierer arbeiten können. Die Ladezeiten der einzelnen Widgets könnten etwas flotter sein, stören aber nicht. Updates von Piwik kommen oft daher und wenn, dann als praktisches 1-Click-Update.

Wer die Funktionen von Piwik mal “live” testen will, dem empfehlen wir die Piwik Online-Demo.

Version & Ausblick

Piwik kann in der aktuellen Version 0.4.1 schon ziemlich viel. Besucher-Analyse (inkl. Einstellungen, Zeiten, Häufigkeit und Loyalität, Standorte und Provider), Aktionen (inkl. gebrowste Seiten, ausgehende Verweise, Downloads), Verweise (inkl. Entwicklung, Suchmaschinen und Suchbegriffe, Webseiten, Kampagnen). Dabei lassen sich alle Werte/Daten exportieren, sowohl als Grafik aber auch als XLS-, CSV-, Json- oder PHP-Datei.

Die Version 1.0 soll alle Features von Google Analytics bieten. Bisher jedoch noch nicht so gut implementiert sind bspw. die Ziele/Goals.

Fazit

Man merkt Piwik noch an, dass es im Beta-Status ist. Dennoch kann das Tracking auf dem eigenen Server überzeugen. Das liegt vor allem an der Exportfunktion und der Möglichkeit, Plugins zu installieren. Besonderer USP von Piwik ist es jedoch, seine Daten nicht mehr aus der Hand bzw. an einen externen Dienstleister wie Google geben zu müssen und trotzdem nicht auf eine JavaScript-basierte Trackingmethode verzichten zu müssen. Und das alles auch noch gratis und in ständiger Weiterentwicklung.

 

PR-Sculpting: robots.txt, noindex oder nofollow

25. Mai 2009 in Know-how, SEO | Kommentieren

Auf vielen Websites gibt es Inhalte, die aus verschiedensten Gründen nicht für die Suchmaschinen bestimmt sind, seien es “private” Daten, die nicht gefunden werden sollen oder Seiten, die keine relevanten Informationen enthalten.

Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten, Suchmaschinen-Robots zu beeinflussen:

  • NoFollow-Links (Links mit dem Attribut rel=”nofollow”)
  • das NoIndex-Metatag
  • die Datei robots.txt

Jede dieser drei Optionen hat ihre Existenzberechtigung, muss aber für sich genommen erklärt werden:

NoFollow-Links

Über das rel-Attribut kann man einen individuellen Link für Suchmaschinen entwerten.

<a href=”agb.html” rel=”nofollow”>AGB</a>

Auch wenn diese Lösung sehr praktisch erscheint, hat sie doch einen entscheidenden Nachteil. Sollte eine Suchmaschine auf anderem Wege (z.B. durch einen externen Link) zu der entsprechenden Seite finden, so kann diese dennoch in den Index gelangen.

nofollow

Vorteil des nofollow-Attributs ist auf der anderen Seite die Möglichkeit, den Fluss des “Link-Juice” zu anderen Seiten detailliert regulieren zu können.

NoIndex-Metatag

Soll eine Seite nicht in den Index kommen oder sogar aus diesem wieder entfernt werden, so empfiehlt sich ein entsprechendes Meta-Tag:

<meta name=”robots” content=”noindex,follow”>

In diesem Fall darf der Crawler die Seite zwar besuchen, aber nicht in den Suchindex aufnehmen (noindex). Vorhandene Links dürfen jedoch verfolgt und gewertet werden (follow).

noindex

Da es etliche Content Management Systeme nicht erlauben, auf Seitenebene ein robots-Metatag zu pflegen, gestaltet sich die praktische Anwendung des Tags oft etwas schwierig. Einige Suchmaschinen unterstützen aber z.B. auch robots-Anweisungen, die als Header im HTTP-Verkehr ausgegeben werden.

Robots.txt

Dritte Möglichkeit der “Wegweisung” ist die Datei robots.txt. Über diese kleine Text-Datei kann jedem Robot vorgegeben werden, welche Dateien oder Verzeichnisse er nicht besuchen darf.

User-agent: *
Disallow: /agb.html
Disallow: /admin/
Disallow: /*.mp3$

Der größte Vorteil der robots.txt ist die globale Wirkung. Es lassen sich so sowohl einzelne Dateien (/agb.html), aber auch ganze Verzeichnisse (/admin/) oder Dateitypen (Disallow: /*.mp3$) sperren. Dabei ist gleichgültig, ob eine URL durch einen internen oder externen Link gefunden wurde.

robots-txt

Die Sperrung via robots.txt verbietet allerdings in erster Linie nur Besuche von Seiten durch Suchmaschinen-Robots. Daher kann es vorkommen, dass z.B. eine populäre Seite dennoch in den Suchergebnissen erscheint, auch wenn diese schon lange nicht mehr von Suchmaschinen abgerufen wurde.

Fazit

Jeder der drei “Wegweiser” hat seine Berechtigung, seine Vor- und Nachteile, so sollte von Fall zu Fall entschieden werden, was in der jeweiligen Situation angemessen ist.

So oder so sollte man aber immer im Hinterkopf haben, dass all diese Möglichkeiten für “ehrliche” Suchmaschinen-Crawler bestimmt sind. Gerade Adress- oder E-Mail-Sammler werden sich von einem “Disallow” nicht aufhalten lassen.

 

“Nofollow”s Erben: Neue rel-Attribute für detaillierte Linkbeziehungen

1. April 2009 in Google, Know-how | Kommentieren

Bereits im Jahr 2005 wurde das rel-Attribut mit dem Wert “nofollow” eingeführt. Es dient dazu die Auswirkungen von Spam auf Webseiten zu vermeiden und die Ergebnisse bei Suchmaschinen zu verbessern. Die mit dem “nofollow”-Wert markierten Links sind aus Sicht der Suchmaschinen faktisch nicht existent.

Im Umkehrschluss war es bisher aber nicht möglich bestimmte Links zu priorisieren. Alle Links die nicht “nofollow” sind hatten stets die gleiche Relevanz und eine weitergehende Bewertung war nicht möglich.

Um weiterhin die Qualität der Suchergebnisse zu verbessern, sollen sich die großen Suchmaschinenbetreiber auf eine Erweiterung der Linkpriorisierung verständigt haben und nun zwei neue Werte für das rel-Attribut ermöglichen.

Über die konkreten Auswirkungen auf die Suchergebnisse hält sich das Konsortium bisher bedeckt. Grundsätzlich lässt sich daraus schließen, dass die Suchmaschinenbetreiber mit diesen Attributen dem Web 2.0 und dem Trend zum semantischen Web Tribut zollen wollen. Mit den Werten “love” und “hate” hätten Website-Betreiber die Möglichkeit einem Link eine positive bzw. negative Wertung mit auf den Weg zu geben.

Beispiel:
<a href=http://www.microsoft.com rel="hate">Microsoft</a>

Die Google-Mitarbeiterin April Scherzinger soll in einem Interview erklärt haben, dass das Suchmaschinenkonsortium sich durchaus bewusst sei, dass eine Priorisierung von Linkbeziehungen den Wettbewerb verzerren könne. Scherzinger habe jedoch ergänzt, dass man durch einen entsprechenden Algorithmus einen Missbrauch der Funktion sehr schnell erkennen könne und die jeweilige Seite ggf. selbst mit rel=“hate“ versehen werde.

 
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