Ein bekanntes Adwords-Problem im Umgang mit Online-Apotheken ist der Umstand, dass viele Begriffe, die für die Bewerbung der Produkte notwendig sind, eine sogenannte PharmaCheckerID erfordern. Mit dieser ID kann sich eine Online-Apotheke verifizieren, damit sie auch verschreibungspflichte Medikamente verkaufen kann. Größtes Manko: Die ID ist ausschließlich für Apotheken in den USA bzw. Kanada erhältlich.
Bislang mussten Werbetreibende mühevoll für jedes Keyword und für jede Textanzeige einen Ausnahmeantrag stellen und das auch noch bei jeder Änderung erneut. Teilweise führte das dazu, dass der Verwaltungsaufwand eines Kontos unverhältnismäßig anstieg.
Aber nun zieht Google Deutschland nach und gibt den Online-Apotheken die Möglichkeit sich als behördlich legitimiert zu verifizieren. Dazu müssen folgende Punkte erfüllt sein:
Weiterhin gilt aber, dass keine verschreibungspflichtigen Medikamente direkt beworben werden dürfen, d.h. keine Nennung des Produkts im Anzeigentext oder auf der Zielseite. Darüberhinaus muss die Anzeigenschaltung mittels Geotargeting auf Deutschland beschränkt bleiben. Beides aber wohl hinnehmbare Hindernisse, wenn man dafür einen ganz neuen Markt erschließen kann und den alltäglichen Verwaltungsaufwand für die Nutzung von Begriffen wie “Tabletten”, “Medikament” oder “Apotheke” minimiert.
Bildquelle: Rodrigo SennaNachdem die ersten Andeutungen bereits am 16. Juni in den Google Groups zu Gerüchten um die Zukunft der PPA (pay-per-action) führten, hat der Google AdWords Blog gestern endgültig das Ende der Beta-Phase angekündigt:
“To consolidate our offerings, we will be phasing out the AdWords pay-per-action beta in the last week of August 2008.”
“Um unsere Angebote (Google und DoubleClick) zusammenzuführen, werden wir in der letzten August-Woche die AdWords PPA-Beta auslaufen lassen.”
So wird es also nicht zu einer letztendlichen Version kommen. Mit dem PPA-Modell war es möglich im Content-Netzwerk AdWords zu schalten, die unabhängig von Impressions und Klicks nur bei einer erfolgten Conversion (Anmeldung, Verkauf, …) bezahlt werden musste. Jeder Website-Betreiber hatte so die Möglichkeit sich aus dem Portfolio der Werbenden, diejenigen auszuwählen, die er für am interessantesten bzw. gewinnbringendsten hielt. Offensichtlich wurde dies aber leider zu wenig genutzt. Schade, da das Verhältnis zwischen Werbekosten und Umsatz hier besonders günstig war, da es dem Verkäufer überlassen blieb, was er investieren wollte, unabhängig ob 1€ (Bücher, Medikamente, Artikel mit geringer Marge) oder 300 € (Luxusartikel, Autos, Handys).
Als Alternative schlägt der Google-Blog den Conversion Optimizer bzw. das Google Affiliate Network (ehemals DoubleClick Performics Affiliate) vor. Um der damit wachsenden Bedeutung des Conversion Optimizers Rechnung zu tragen, wird dieser ab demnächst auch über den beliebten AdWords-Editor zu bedienen sein.
Im Endeffekt liegt die Einstellung des PPA-Modells wohl weniger an einer möglichen Erfolglosigkeit, als vielmehr, dass sich hier Affiliate und AdWords in die Quere kommen.
Der Branchenriese Google tüftelt tagtäglich an neuen Features für seine zahlreichen unterschiedlichen Webdienste. Dass dabei gerade auch für Google-AdWords regelmäßig neue Features entwickelt werden liegt auf der Hand – werden doch über das AdWords-Netzwerk weit über 90% des Umsatzes bei Google generiert.
Bislang existierten parallel zueinander zwei verschiedene Dienste, die in den Suchergebnissen getrennt voneinander behandelt wurden:
Dieses Modell wird scheinbar aktuell überarbeitet, da heute bei einigen Suchanfragen eine Kombination aus beiden Diensten im Anzeigenbereich eingeblendet wurde:
Google-Suchanfrage für „Hubwagen“:

Neu ist hier das „Plus“-Symbol, das am unteren Rand der AdWords-Anzeige inklusive Postadresse eingeblendet wird. Der Nutzer hat hier nun die Möglichkeit durch Klick auf den Karten-Link weiterführende Informationen zu der Anzeige zu erhalten, wodurch innerhalb des Anzeigenblocks die Umgebungskarte aus Google-Maps passend zur Anzeige eingeblendet wird:

Diese Entwicklung sollte auf jeden Fall im Auge behalten werden, da sich hier für den Nutzer bequem erschließt ob die eingeblendete Anzeige auch regional zur Suchanfrage passt oder eben nicht.
Aktuell erscheint es zwar noch nicht so, dass dieses Feature standardmäßig eingeblendet wird, wie einige weitere Suchanfragen ergaben. Langfristig sollte jedoch jeder AdWords-Kunde mit einem regional geprägten Angebot seine Adressdaten über das Google Branchencenter an Google übermitteln, damit die Chance erhöht wird, dass bei Einblendung seiner Anzeige so zusätzliches Aufmerksamkeitspotential geschaffen wird und sich hierüber die Klickrate erhöht.
Weitere Informationen:
Google Adwords
Google AdWords Learning Center
Bislang ließ sich die Adwords-Werbung fast nur auf thematische oder geographische Zielgruppen kanalisieren, das Nutzen demographischer Daten zur Optimierung des ROI war bislang nicht möglich.
Nun geht das Google-Adwords-Team aber einen Schritt weiter und ermöglicht, neben der großflächigen Werbung, auch Zielgruppen nach Gesichtspunkten wie Alter oder Geschlecht einzuschränken.
Sollte das System wie gedacht funktionieren, könnten Werbende bspw. hochpreisige Schmuckanzeigen auf die kaufkräftigeren Frauen zwischen 25-50 optimieren, indem diese hier höhere Gebote abgeben oder es kann zukünftig verhindert werden, dass die Anzeigen für “Rheuma-Tabletten” bei Personen unter 34 angezeigt werden.
Durch die Kombination von Keyword, Zielgruppe und Zielgebiet, ließen sich Anzeigen speziell für Männer zwischen 20-30 in Hamburg schalten, die sich für das Thema Computerspiele begeistern. So kann auch ein Einzelhändler, sein Ladengeschäft bewerben, was sich bislang kaum rentiert hatte. Den Werbemöglichkeiten wären kaum noch Grenzen gesetzt.
Da die Auswahl aufgrund des Inhalts der werbenden Seite getroffen wird und nicht durch etwaige Userdaten, kann diese Option nur im Content-Werbenetzwerk genutzt werden. Desweiteren befindet sich das Projekt noch im Beta-Stadium und ist auf USA/UK ausgelegt, aber nichtsdestotrotz können sich auch Adwords-Kunden von außerhalb am Betatest beteiligen.
Quelle: Inside Adwords
Am 12. September 2007 hatte Google ausgewählte Agenturen aus ganz Europa zur Veranstaltung Google Above & Beyond in die europäische Google-Zentrale nach Dublin eingeladen und so war auch trafficmaxx-Leiter Tobias Ihde mit von der Partie.
Für den Veranstaltungstag muss man Google ein Kompliment für die rundum gelungene Organisation sowie interessante Vorträge hochrangiger Google-Vertreter aussprechen, die über die Vision der eigenen Werbeformate und neue Entwicklungen am Google AdWords-Horizont berichteten und sich artig bei den Agenturen für ihre treue Vertriebsunterstützung bedankten.
Gleichermaßen interessant war natürlich der Einblick in die Google-Zentrale, über den hier aber leider nicht näher berichtet werden darf.

Den Abschluss des Tages bildete eine üppige Gala mit Speis und Trank, ehe man dann zu später Stunde in gemütlichem Ambiente versuchte, den Google-Bediensteten unter Einfluss von Irish Whisky und zahlreichen Cocktails geheimnisvolle Informationen zu entlocken.
Dennoch ein schöner und interessanter Tag, der noch nicht ansatzweise erahnen ließ, dass Google nur wenige Tage später die eben noch gebauchpinselte Agenturlandschaft damit überraschen sollte, das sog. Best Practice Programm (gleichbedeutend mit der Agenturprovision) ab 2009 vollständig einzustellen.
Google ist eben immer für eine Überraschung gut.
“Die Schaltung Ihrer Anzeigen wurde eingestellt; die Bearbeitung Ihrer Zahlung war nicht möglich. Geben Sie Ihre Zahlungsinformationen erneut ein.”
Diese Meldung tritt derzeit in dem einen oder anderen Google AdWords Konto auf – selbst bei korrekter Bankverbindung und gedecktem Konto. Weiter werden bei einer Neueingabe der Zahlungsinformationen korrekt eingegebene Kontodaten mit der Meldung “Ungültiges Konto” abgelehnt.
Google räumte auf Anfrage ein, dass aktuell technische Probleme bestehen, um die sich die Spezialisten aus der Finanzabteilung jedoch bereits kümmern. Evtl. kann das Hinterlegen der Kreditkarteninformation als zusätzliche Zahlungsmöglichkeit für eine dennoch fortlaufende Schaltung der Anzeigen sorgen – andernfalls heißt es wohl, sich (mal wieder) in Geduld zu üben…
Vor rund zwei Wochen wurde es schon angekündigt, inzwischen ist die neue Formel zur Ermittlung der Top-Anzeigen live, dies bestätigt ein neuer Beitrag im offiziellen AdWords-Weblog.
Darin heißt es, dass auch zukünftig ein hoher Qualitätsfaktor notwendig sei, um auf die Top-Plätze der AdWords-Anzeigen zu gelangen. Neu sei jedoch, dass anstelle des tatsächlichen Klickpreises der maximal gebotene Klickpreis in die Formel zur Ermittlung der Anzeigenplatzierung eingehe.
Zur Info: Die Anzeigenposition wurde bisher aus dem Qualitätsfaktor sowie dem tatsächlichen Klickpreis für ein Keyword berechnet. Der Qualitätsfaktor ergibt sich aus der Klick-Rate (CTR), der Relevanz des Anzeigentextes, des Keywords und der Zielseite sowie weiteren Faktoren.
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