Auf vielen Websites gibt es Inhalte, die aus verschiedensten Gründen nicht für die Suchmaschinen bestimmt sind, seien es “private” Daten, die nicht gefunden werden sollen oder Seiten, die keine relevanten Informationen enthalten.
Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten, Suchmaschinen-Robots zu beeinflussen:
Jede dieser drei Optionen hat ihre Existenzberechtigung, muss aber für sich genommen erklärt werden:
Über das rel-Attribut kann man einen individuellen Link für Suchmaschinen entwerten.
<a href=”agb.html” rel=”nofollow”>AGB</a>
Auch wenn diese Lösung sehr praktisch erscheint, hat sie doch einen entscheidenden Nachteil. Sollte eine Suchmaschine auf anderem Wege (z.B. durch einen externen Link) zu der entsprechenden Seite finden, so kann diese dennoch in den Index gelangen.

Vorteil des nofollow-Attributs ist auf der anderen Seite die Möglichkeit, den Fluss des “Link-Juice” zu anderen Seiten detailliert regulieren zu können.
Soll eine Seite nicht in den Index kommen oder sogar aus diesem wieder entfernt werden, so empfiehlt sich ein entsprechendes Meta-Tag:
<meta name=”robots” content=”noindex,follow”>
In diesem Fall darf der Crawler die Seite zwar besuchen, aber nicht in den Suchindex aufnehmen (noindex). Vorhandene Links dürfen jedoch verfolgt und gewertet werden (follow).

Da es etliche Content Management Systeme nicht erlauben, auf Seitenebene ein robots-Metatag zu pflegen, gestaltet sich die praktische Anwendung des Tags oft etwas schwierig. Einige Suchmaschinen unterstützen aber z.B. auch robots-Anweisungen, die als Header im HTTP-Verkehr ausgegeben werden.
Dritte Möglichkeit der “Wegweisung” ist die Datei robots.txt. Über diese kleine Text-Datei kann jedem Robot vorgegeben werden, welche Dateien oder Verzeichnisse er nicht besuchen darf.
User-agent: *
Disallow: /agb.html
Disallow: /admin/
Disallow: /*.mp3$
Der größte Vorteil der robots.txt ist die globale Wirkung. Es lassen sich so sowohl einzelne Dateien (/agb.html), aber auch ganze Verzeichnisse (/admin/) oder Dateitypen (Disallow: /*.mp3$) sperren. Dabei ist gleichgültig, ob eine URL durch einen internen oder externen Link gefunden wurde.

Die Sperrung via robots.txt verbietet allerdings in erster Linie nur Besuche von Seiten durch Suchmaschinen-Robots. Daher kann es vorkommen, dass z.B. eine populäre Seite dennoch in den Suchergebnissen erscheint, auch wenn diese schon lange nicht mehr von Suchmaschinen abgerufen wurde.
Jeder der drei “Wegweiser” hat seine Berechtigung, seine Vor- und Nachteile, so sollte von Fall zu Fall entschieden werden, was in der jeweiligen Situation angemessen ist.
So oder so sollte man aber immer im Hinterkopf haben, dass all diese Möglichkeiten für “ehrliche” Suchmaschinen-Crawler bestimmt sind. Gerade Adress- oder E-Mail-Sammler werden sich von einem “Disallow” nicht aufhalten lassen.
Auf Googles zweitem Searchology Event am 05.05.2009 stellte Google eine Reihe neuer Funktionen vor, die die Navigation und das Finden der treffendsten Ergebnisse maßgeblich erweitern und verbessern sollen und das Potential zu weitgreifenden Veränderungen im Suchverhalten haben.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es bei allen neuen Funktionen um Strukturierung bisher unstrukturierter Daten geht, mit dem Ziel, dem Nutzer eine maximale Qualität an Suchergebnissen zu präsentieren.
Dies sind die neuen Funktionen im Überblick:
Erweiterte Suchoptionen

Mit den erweiterten Suchoptionen können die Suchergebnisse nochmals verfeinert und unterteilt werden – z.B. differenziert nur in Foren-Ergebnissen oder in Suchergebnisse der letzten 24 Stunden.
Das Wonder Wheel zeigt in Form einer Mind Map die Suchbegriffe zusammen mit zusammengehörigen Begriffen an und wird bei Klick auf eines der Ergebnisse immer weiter untergliedert.
Rich Snippets
Erläuternde Text-Schnippsel sollen darüber hinaus die Suchergebnisse mit zusätzlichen Informationen anreichern:

Diese neue Darstellungsform liefert dem Suchenden auf einem Blick wichtige Informationen über die entsprechende Website. Aktuell werden für diese Snippets Bewertungen/Tests und Personen unterstützt. Um diese Funktion anwenden zu können, durchsucht Google die Site nach strukturierten Daten in einem standardisierten Format, also in einer Auszeichnungssprache wie Microformate und RDFa.
Google Squared
Dies ist sicherlich die interessanteste Neuigkeit. Dieser Dienst baut auf einer neuen Technologie auf, die als Suchergebnis nicht mehr Links von Webseiten ausspuckt, sondern Tabellen-Strukturen, in der die thematisch relevanten Daten aufgelistet werden.
Am Beispiel der Suchanfrage „kleine Hunde“ lässt sich dieser Dienst schön veranschaulichen:

Aus zur Suchanfrage passenden Webseiten, die zunächst nur als unstrukturierte Daten verstreut im Web existieren, werden nun Informationen extrahiert und säuberlich in Tabellen strukturiert, sortiert nach Eigenschaften wie Name, Bild, Beschreibung, Größe und Höhe.
Dieser unter Google Labs beheimatete Dienst soll noch diesen Monat online gehen und ist als direkte Antwort zur neuen wissenschaftlichen Antwort-Maschine Wolfram|Alpha zu werten. Diese Antwort-Maschine präsentiert dem User die Suchergebnisse ebenfalls nicht in Form von (der Suchmaschine wegführenden) Links, sondern als Aggregation themenrelevanter Daten interner Datenbanken und Webseiten.
Im Unterschied zu Google speichern Wolframs Datenbanken bisher jedoch nur ca. 10 Terrabyte an Information, ein verschwindend geringer Anteil der im Web verfügbaren und sekündlich steigenden Information. Google hingegen versucht mit Square das gesamte World Wide Web als Datenbank abzubilden.
Für den Nutzer, der in kürzestmöglicher Zeit das beste Ergebnis erhalten will, ist dies natürlich eine tolle Sache. Für Website-Betreiber, die auf ihrem Internet-Auftritt ausschließlich Content und Information anbieten, könnte sich dies jedoch als großer Nachteil erweisen, da der Suchende bereits auf den Suchergebnisseiten die gewünschte Information findet und keinen Bedarf mehr sieht, die Original-Website zu besuchen.
Die Neuerungen sollen nach und nach in den nächsten Wochen eingeführt werden. Man darf gespannt sein…
Für den Mai scheint Google einige Überraschungen parat zu haben. Neben einigen Neuerungen in der Suche, präsentiert Google für die beliebten Google-Webmaster-Tools eine alternative Benutzeroberfläche.
Das neue GUI bringt zwar ein frischeres Design und strukturiert die bekannten Informationen in drei Oberkategorien, liefert aber ansonsten nicht viel Neues. Lobenswert ist die klarere Benennung der Navigationspunkte, so wird das frühere “externe Links für Ihre Website” nun klar als “Anchortexte” ausgezeichnet.

Um einen schnelleren Überblick zu gewährleisten, zeigt Google auf der Startseite nun nicht nur die “Crawling-Fehler” an, sondern zusätzlich auch die Anzahl der Backlinks, die häufigsten Suchanfragen und den Status der XML-Sitemap.
Eine Neuerung, die mit der neuen Optik einhergeht, ist die Möglichkeit, sich die Nachrichten der Google Webmaster-Tools direkt ins E-Mail-Fach weiterleiten zu lassen. Eine wirklich durchdachte Lösung, da diese in der bisherigen Version leicht zu überlesen waren.

Eine weitere kleine, aber feine Änderungen befindet sich noch innerhalb der Nutzer-Freigaben für die angemeldete Website. So war es bisher nicht möglich, zu sehen, welche Aktionen ggf. von weiteren verifizierten Benutzern in den Google Webmaster Tools vorgenommen wurden. Google hat dies nun geändert, so dass man fortan über Modifikationen an den Einstellungen zur Website informiert wird.
Aktuell wird der Link zu den neuen Webmaster-Tools oberhalb der “Übersicht” eingeblendet. Sollte dies nicht der Fall geht auch einfach über diesen Link.
Auch 2009 hat sich die construktiv GmbH / trafficmaxx® auf der Praxis-Börse der Universität Bremen vorgestellt. Die Veranstaltung bietet Studierenden und Absolventen der Bremer Uni die Möglichkeit, sich bei lokalen Unternehmungen über Praktika oder den Berufseinstieg zu informieren und sich persönlich vorzustellen. Von der so entstehenden Mischung aus erfahrenen Mitarbeitern und jungen Ideen profitieren beide Seiten: Studierende, als auch die Aussteller.
Viele Studenten nutzten die Gelegenheit, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. So konnten sich Absolventen aus verschiedensten Studienrichtungen nicht nur ein besseres Bild von potentiellen Arbeitgebern machen, sondern auch gleich Ihre Bewerbungsunterlagen am Stand hinterlassen.
Insgesamt waren die geplanten fünf Stunden wieder zu knapp, um allen Interessierten Rede und Antwort zu stehen, und so zogen sich die Gespräche auch noch über die offizielle Messezeit hinaus.
Es gibt viele Webmaster der unterschiedlichsten Webprojekte, die für Ihre Website gerne ein besseres Google-Ranking erreichen möchten. Ein logischer, erster Schritt wäre nun entweder in Kontakt mit einen professionellen Suchmaschinenoptimierer zu treten, oder sich auf die mühselige Suche nach halbwegs brauchbaren Tipps und Hinweisen rund um das umfangreiche Themengebiet SEO zu begeben.
Bestenfalls findet man einige lesenswerte Artikel, die sich sachlich um eine Darstellung der wichtigsten Aspekte bemühen, die für eine bessere Sichtbarkeit einer Website im Suchmaschinen-Ranking sorgen. Schlimmstenfalls gerät man in einen verwirrenden Strudel aus Halbwahrheiten, Meinungsmacherei, Mythen und wüsten Behauptungen, aus dem man mit gefährlichem Halbwissen herausgeht.
Dies wird aber genau dann richtig kritisch, wenn man sehr spamverdächtige (z.B. Keyword-Stuffing) oder andere manipulative Techniken (z.B. Cloaking oder IP-Delivery) einsetzt, die mittlerweile ziemlich sicher zu einem raschen Ausschluss aus dem Google-Ranking führen.
Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken hat das Google Search Quality Team in seinem offiziellen Blog ein recht sinnvolles Dokument veröffentlicht, welches die grundlegenden Maßnahmen aufführt, die ein Webmaster ergreifen kann, um seine Website für ein verbessertes Google Ranking zu optimieren.
Der recht lesenwerte Google Search Engine Optimization Starter Guide schickt jedoch grundlegend die allseits bekannte Google Maxime voraus, die davon ausgeht, dass man Websites vorrangig für seine Nutzer optimeren sollte, bevor man dazu übergeht aktiv SEO Maßnahmen zu ergreifen.
Eigentlich logisch: Denn eine gute Website mit einem relevanten Informationsangebot wird erneut besucht, von zahlreichen Seiten im Web verlinkt und über viele andere Kanäle wie beispielsweise Mister-Wong oder Twitter weiterempfohlen. Das kann die Suchmaschinenoptimierung allein gar nicht leisten!
Hier eine kleine Auflistung der im Dokument empfohlenen Maßnahmen:
Das Dokument ist sehr übersichtlich gegliedert und sachlich formuliert, so dass die meisten Webmaster mit den dort enthaltenen Informationen etwas anfangen können sollten. Die aufgeführten SEO Maßnahmen sind zwar nur sehr rudimentär, beinhalten jedoch auf alle Fälle die wichtigsten Aspekte, die bei einer Website im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung als erstes angegangen werden sollten. Natürlich ersetzen diese ersten Tipps aber keine ganzheitliche und nachhaltig ausgerichtete Suchmaschinenoptimierung.
Update:
Das Dokument gibt es übrigens ebenfalls als PDF in deutscher Übersetzung. Es trägt den wohlklingenden Namen Eine Einführung in Suchmaschinenoptimierung und wurde über die deutsche Version des Google Search Quality Team Blogs veröffentlicht.
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