Am gestrigen Abend fand unter construktiver Leitung von Tobias Ihde und Björn Hornemann in der Bremer Handelskammer ein Seminar zum Thema Blogs im Unternehmenseinsatz statt. Die gut besuchte, zweistündige Veranstaltung gab einen Einblick in die Entwicklung hin zum Web 2.0 und vermittelte im Kern alles Wissenswerte rund um Corporate Blogs.
Neben allgemeinen Grundlagen waren hier natürlich auch unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten und Blogstrategien ebenso Thema wie die hervorragende Eignung von Blogs zur Flankierung der Suchmaschinenoptimierung.
Das rege und wissbegierige Publikum hat dazu beigetragen, dass die Veranstaltung rundum gelungen war und am Ende hoffentlich jeder der Anwesenden ein bisschen was mitnehmen konnte.
Google hat heute in seinem offiziellen Blog verkündet, dass Youtube ab sofort ein automatisches Identifizierungssystem einsetzt, welches den unautorisierten Upload urheberrechtlich geschützten Materials verhindern soll.
Das aktuell noch in der Beta-Phase befindliche System sieht unter anderem vor, das keine Videos hochgeladen werden können, die länger als 10 Minuten dauern.
Kürzere Clips werden mit Hilfe eines Algorithmus und einer Bilder-Datenbank auf geschützte Inhalte gescannt. Die Besitzer der Urheberrechte sollen entscheiden können, ob identifizierte Videos geblockt oder promotet werden. Alternativ können über eine vereinbarte Kooperation mit YouTube auch Einnahmen generiert werden.
Was die Exaktheit angeht sei man auf die Kooperation mit den Rechteinhaber angewiesen, räumte Google ein.
Bleibt abzuwarten, ob diese als sehr anspruchsvoll geltende Technik Google vor weiteren Klagen á la Viacom schützen kann.
Linkkauf ist wohl derzeit eines der umstrittensten Mittel zur Verbesserung des Suchmaschinen-Rankings einer Website. Besonders Google wird in jüngster Vergangenheit nicht Müde zu betonen, dass die Verwendung von gekauften Links zur Aufbesserung der eigenen Verlinkung gegen die Google-Nutzungsbedingungen verstößt und droht mit Maßnahmen, um der Untergrabung des PageRank-Prinzips entgegenzuwirken.
Bei der Abstrafung von Linkhandel stehen Suchmaschinen vor einem grundsätzlichen Problem: Letztlich kann auch ein sehr themenrelevanter und extrem authentisch wirkender Link “gekauft” sein – niemand kann durch einen Algorithmus zweifelsfrei feststellen, aus welcher Motivation ein Link gesetzt wurde [1]. Und sollte jeder Zweifel ausgeräumt sein, bleibt die Frage: wer hat denn den Link gekauft? Womöglich sogar ein “spendabler” Mitbewerber mit finsteren Hintergedanken.
Google ist nun erstmals in sichtbarem Rahmen gegen Linkverkäufer vorgegangen. Dabei wurden URLs von betroffenen Seiten mit Ranking-Penalties und/oder mit einem (in der Google-Toolbar sichtbaren) PageRank-Abzug bestraft. [2]
Keine Frage: diese Maßnahme ist kein Allheilmittel für die von Google selbst gerufenen “PageRank-Geister”, aber ein wichtiges Signal. Angesichts des mitunter frech betriebenem PageRank-Geschachers ist dieser Schritt auch eine lange überfällige Bestätigung für Webmaster, die sich Ihr Link-Repertoire (mehr oder weniger) mühsam erarbeitet haben. Google wird auch weiterhin seine liebe Not mit dem Thema Linkkauf haben, wie bei früheren Gelegenheiten hilft das nun erfolgte Abstrafen der augenscheinlichsten Link-Ramschläden dem Suchdienst dabei, das eigene Gesicht zu wahren.
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