Bereits vor einigen Wochen hat Google den Data Highlighter in den Google Webmaster-Tools zur Verfügung gestellt. Der Data Highlighter ermöglicht es, die Inhalte der eigenen Webseite ohne eine direkte Auszeichnung der Inhalte mit entsprechendem Markup, als strukturierte Daten zu kennzeichnen. Der Data Highlighter basiert auf einem selbstlernenden System, das nach dem mehrfachen Auszeichnen ähnlicher Seiten ein übergreifendes Schema ermittelt und die erkannten Strukturen bei der Darstellung des Suchergebnisses auf der Google SERP heranzieht.
War der Data Hightlighter anfänglich nur mit der Möglichkeit versehen Events “auszuzeichnen”, stehen seit einigen Tagen weitere Optionen zur Verfügung.
Wieder macht Marissa Mayer von Yahoo reden. Es stehen gleich zwei große Neuerungen rund um den Konzern ins Haus: einerseits wurde der Fotodienst Flickr einer längst fälligen Generalüberholung unterzogen, auf der anderen Seite wurde die erfolgreiche Microblogging-Plattform Tumblr für eine stolze Summe erstanden.
Flickr war einstmals die erste Adresse im Netz, wenn es darum ging, Fotografien online verfügbar zu machen. Zwischenzeitlich hat man allerdings einige Trends in Richtung Social Web und Smartphone-Nutzung verschlafen und wurde von spezialisierten Vertretern wie Instagram überholt. Entsprechend kritisch lautete Mayers Prognose bezüglich Flickr auch. Der Dienst sieche dahin. Mit einer Kursänderung soll nun Vergangenes nachgeholt werden. Fotos werden fortan größer dargestellt, Nutzer der Gratisversion bekommen 1000 Gigabyte Speicher für Ihre Fotos und Videos zur Verfügung gestellt. Mittlerweile wird auf der Gratisversion von Flickr auch Werbung dargestellt, die Pro-Variante ist ab 50 Dollar Im Jahr zu haben.
Tumblr hingegen hat seit seiner Gründung einen echten Siegeszug im modernen Internet hingelegt. Gerade bei jungen und kreativen Nutzern ist die Plattform äußerst beliebt. Mit einem knappen Fünftel der eigenen Kapitalbestände, 1,1 Milliarden Dollar, hat Mayer nun Tumblr ins Yahoo-Boot geholt.
Gute Nachrichten für bisherige Nutzer: das ursprüngliche Team bleibt bestehen und David Karp, Gründer der Plattform, bleibt weiterhin als Chef erhalten. Yahoo musste das Versprechen abgeben, Tumblr nicht zu „versauen“. Für Yahoo ist der Kauf von Tumblr öffentlichkeitswirksam und soll zu einer gesteigerten Akzeptanz unter jungen Nutzern führen.
Am Mittwoch, den 29. Mai 2013 und Mittwoch, den 05. Juni 2013 veranstalten unsere Kollegen aus der Social Media-Unit zwei kostenlose Workshops in Berlin. Das Thema: “Wie Sie Facebook optimal nutzen”. Hierbei sollen diverse Fragen praxisnah erleutert werden: Welche Potenziale bietet das Netzwerk für Unternehmen, wie kann man nachhaltig Fans gewinnen, welche Inhalte interessieren die Zielgruppe? Und schließlich: wie setzt man Facebook verkaufsfördernd ein?
Die Workshops sind kostenlos und finden bei construktiv in der Invalidenstraße 112 in Berlin-Mitte statt. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne telefonisch unter 030 / 40203099-62 oder per E-Mail unter vg@construktiv.de zur Verfügung.
Als eine der wenigen Agenturen Deutschlands zählt construktiv außerdem zu den Preferred Marketing Developern bei Facebook.
Anmeldung unter: www.construktiv.de/social-media/workshop
Google hat auf seiner mehrstündigen Show den mehreren tausend Anwesenden einige Neuerungen präsentiert. Zu einen dieser Neuerungen zählt das nun gelaunchte Redesign von Google+. Neben einer angepassten Feed-Übersicht und neuen Foto-Features dürfte vor allem der neue Messenger interessant sein. Dieser funktioniert als erweiterte Hangout-Funktion und ermöglicht Videochats.

Google+ hat sich einem Redesign unterzogen.
Was hochgeladene Fotos bei Google+ angeht, so wird nun ein unbestreitbarer Vorteil gegenüber Facebook verwirklicht: Fotos lassen sich in ihrer kompletten Auflösung hochladen. Außerdem werde man eine verbesserte Funktion zum bearbeiten hochgeladener Bilder anbieten. Besonderes Augenmerk habe man hierbei auf die Optimierung des Auto Enhance Effekts gelegt.
Google Maps wurde ebenfalls einer Revision unterzogen und soll bald mehr Interaktivität bieten. Des Weiteren soll es möglich sein, eine individuelle Kartenumgebung zu erstellen. Je mehr die Karte genutzt wird, desto besser will Google persönliche Empfehlungen und mehr aussprechen können.
Google Glass wurde übrigens nur mit einer kleinen Randbemerkung erwähnt, bevor es weiter im Programm ging.
Die große Ankündigung von Matt Cutts ist gerade erst geboren und schon wurden erste Schritte in die Tat umgesetzt. Wie Cutts per Twitter verlauten ließ, wurde gegen mehrere tausend Linkverkäufer aus einem Netzwerk, das mit PageRank-vererbenden Links handelt, vorgegangen.
In fact, we took action on several thousand linksellers in a paid-link-that-passes-PageRank network earlier today.
— Matt Cutts (@mattcutts) 15. Mai 2013
Wie genau die “Maßnahmen” aussehen und welche Linkverkäufer betroffen sind, ist aktuell nicht bekannt.
Haben Sie in den nächsten Monaten irgendetwas größeres wie zum Beispiel einen Urlaub vor? Falls Sie im SEO-Bereich arbeiten, können Sie Ihre Pläne getrost wieder über Bord schmeißen. Matt Cutts hat auf seinem Blog verkündet, was in den nächsten Monaten so ungefähr auf SEOs zukommen wird. Soviel schon einmal vorab: Auf die einen kommt mehr zu, auf die anderen weniger. Hier nun die wichtigsten Inhalte des Videos übersichtlich zusammengefasst.
Google Pinguin 2.0: Das große Pinguin-Update, von Cutts zwischenzeitlich sogar als „next Generation“ bezeichnet, konzentriert sich vor allem auf Black Hat SEO Maßnahmen. Mit einem leisen Lächeln erklärt Cutts, dass auch ein aktiver Austausch auf einschlägigen Black Hat-Foren über den Austausch von Link-Paketen und ähnlichem abträglich für die eigene SERP-Gesundheit sein wird. Des Weiteren soll Pinguin 2.0 eine noch größere Durchschlagskraft als die erste Version besitzen. Das Ziel ist ein schärferes Vorgehen gegen Webspam.
Advertorials sollen auch ihr Fett weg bekommen. Genauer gesagt, will man bei Google gegen Seiten vorgehen, die Inhalte mit gekauften Verlinkungen anbieten und so Pagerank und Linkjuice weiterreichen. Man will außerdem erreichen, dass Advertorials noch besser als solche gekennzeichnet werden.
Inhalte und Suchbegriffe, die unter Spammern besonders beliebt sind – Cutts nennt etwa Inhalte pornographischer Natur – werden von Google in Zukunft wohl genauer untersucht und beaufsichtigt werden.
Die Effektivität von Linkspam wird voraussichtlich abnehmen. Cutts meint, man habe einige clevere Ideen, um das Thema Linkspam besser in den Griff zu bekommen. Tatsächlich spricht Matt Cutts in seinem Video von komplett neuen Methoden der Linkanalyse, die wohl unter anderem auf neuen Daten basieren.
Gehackte Seiten sollen besser und schneller von Google erkannt werden. Gleichzeitig soll die Kommunikation mit betroffenen Webmastern verbessert werden. Auch konkrete Hilfen für gehackte Seiten hofft man in Zukunft anbieten zu können.
Generell hält Matt Cutts fest: Je weißer der eigene Hut in SEO-Hinsicht ist, desto weniger Sorgen wird man sich in den nächsten Monaten machen müssen. Die Suchergebnisse betreffend, sollen besonders Experten in thematischen Nischen, stärker unterstützt werden und bei passenden Suchanfragen eine höhere Präsenz erlangen. Cutts spricht hier von Autoritäten, was als Hinweis auf den Author-Rank verstanden werden könnte.
Panda soll weiter angepasst und verfeinert werden. Die Effekte sollen weicher werden, was sich vor allem auf Seiten bezieht, deren Inhalte in der Grauzone zwischen guter und weniger guter Qualität wandern.
Die Angaben sind, wie Cutts selbst mehrfach betont, mit Vorsicht zu genießen. Noch handelt es sich um Ausblicke für die mögliche Zukunft.
Google muss sich mit einem vermutlich wegweisenden Urteil des Bundesgerichthofs auseinandersetzen. So müssen Suchmaschinen laut dem heute gefällten Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) bei der automatischen Vervollständigung von Suchanfragen während der Eingabe (“Autocomplete”) solche Begriffsvorschläge streichen, von denen ihnen bekannt ist, dass damit Persönlichkeitsrechte verletzt werden.
Auslöser des Urteils war die Klage eines Unternehmers vor dem OLG Köln, der dagegen klagte, dass Google im Kontext der Suche nach seinem Namen die Begriffe “Scientology” und “Betrug” als Wortkombination vorgeschlagen hat. Wurde die Klage in erster Instanz vom OLG abgewiesen, hat das BGH heute dieses Urteil widerrufen.
Im Wortlaut der Begründung heißt es unter anderem:
Die Suchwortergänzungsvorschläge “Scientology” und “Betrug” bei Eingabe des Vor- und Zunamens des Klägers [...] beinhalten eine Beeinträchtigung des Persönlichkeitsrechts [...], da ihnen ein fassbarer Aussagegehalt innewohnt, zwischen dem Kläger [...] und den negativ belegten Begriffen “Scientology” und/oder “Betrug” besteht ein sachlicher Zusammenhang.
Freuen dürfte sich darüber auch Bettina Wulff, die, wie im letzten Jahr stark durch die Presse ging, ebenfalls gegen Google klagt und die Streichung von insgesamt mehr als 80 Begriffen aus der sog. Autocomplete-Funktion verlangt, die sie mit der Rotlichtszene in Verbindung bringen. Wegen des ausstehenden BGH-Urteils wurde dieser Prozess seinerzeit verschoben, der heutige Richterspruch dürfte entsprechend begünstigende Auswirkungen auf ihre Klage haben.
Man darf nun mit Spannung beobachten, welche Auswirkungen dieses Urteil in der Google’schen Praxis haben wird und wie sich die Suchwortvorschläge zukünftig noch handhaben lassen. Das OLG Köln jedenfalls wird sich des bisherigen Falles zumindest in Teilen wieder annehmen müssen und die Erfolgschancen von Bettina Wulff bei Ihrem Vorgehen gegen Google dürften in jedem Fall gestiegen sein.
Der gesamten Wortlaut des BGH-Urteils gibt es übrigens hier zur Einsicht.
Bildquelle: Brian Turner, flickr.com CC-BY 2.0
Was lebt in Eis und Schnee und hasst schlechte Suchergebnisse? Matt Cutts hat in einem Tweet erwähnt, dass die nächste Generation des Pinguins, Penguin 2.0 in den nächsten Wochen ansteht. Wirft man einen Blick in die Vergangenheit, ist leicht zu sehen, warum diese Ankündigung zurzeit große Wellen schlägt.
@mrjamiedodd we do expect to roll out Penguin 2.0 (next generation of Penguin) sometime in the next few weeks though.
— Matt Cutts (@mattcutts) 10. Mai 2013
Der erste Pinguin betraf circa drei Prozent aller Suchanfragen. Die folgenden Updates regulierten nochmals je 0,1 bis etwa 0,3 Prozent der Suchanfragen, hielten sich also vergleichsweise bedeckt. Wenn die Updates mitgezählt werden, handelt es sich bei der angekündigten Version um den vierten Pinguin. Die Wortwahl Cutts‘ spricht jedoch klar von einer „nächsten Generation des Pinguins“ und der Version 2.0. Somit ist mit einem deutlich größeren Effekt auf den Suchergebnisseiten zu rechnen, als dies bei den letzten beiden Updates der Fall war.
Die nahe Zukunft wird zeigen, wie stark sich die nächste Pinguin-Generation auswirkt und wer betroffen ist.
Bildquelle: Sini Merikallio CC BY-SA 2.0
Seit ihrer Ernennung zur Chefin von Yahoo, hat Marissa Mayer einige Änderungen ins Rollen gebracht. Die öffentlich bislang am breitesten diskutierte dürfte bislang der Umstand gewesen sein, dass nun alle Angestellte von Yahoo im Gebäude des Konzerns zur Arbeit erscheinen müssen. Der jetzt bekannt gewordene Schritt des einstigen Vorreiters der New Economy wird dies nun sicherlich überschatten. Die bisherige Kooperation zwischen Yahoo und Bing, der Suchmaschine aus dem Hause Microsoft, soll beendet und stattdessen eine Partnerschaft mit Google voran gebracht werden.

Seit 2009 besteht der Deal zwischen Yahoo und Microsoft, dank dem man bei Yahoo auf die Funktionen der Suchmaschine Bing zurückgreifen konnte. Der Grund für den Wunsch zur Auflösung des Deals seitens Yahoo sind die nicht zufriedenstellenden Umsätze bei der Werbung. Die eigentliche Laufzeit des Deals läuft jedoch erst 2020 ab. Zu bedenken ist allerdings, dass der Deal damals unter dem ehemaligen Yahoo-CEO Carol Bartz abgeschlossen wurde. Angeblich zeigte man sich bei Microsoft verständnisvoll und bot Konsolidierung in Form von Zahlungsgarantien bei der US-Suche an.
Bislang ist noch unbekannt, wie weit die Pläne und Diskussionen fortgeschritten sind. Angeblich soll eine mündliche Einigung mit Repräsentanten von Google bestehen.
Bildquelle: Magnus Höij CC BY 2.0
Bei Google arbeiten richtige echte Menschen. Diese Tatsache kann man sich ausgerechnet mit dem neuesten Video von Matt Cutts erneut ins Gedächtnis rufen. Zu der recht komplexen Frage, ob variable HTTP-Header für URLs Sinn machen, die basierend auf dem User-Agent umleiten, wird Cutts ziemlich technisch. Doch siehe da, etwa zur Mitte des Videos hört man einen entfernten Gruppengröhler. Dieser, so die Anmerkung im Video, bezieht sich auf ein Tor, das gerade Bayern gegen Barcelona erzielen konnte. Nebenbei erfahren wir so auch, wie alt das Video tatsächlich ist – Datum des Uploads plus 7 Tage.
Die Antwort auf die gestellte Frage übrigens: Ja.
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